Rückstände und Kontaminanten in Frischobst aus konventionellem Anbau 2016

Ein Bericht aus unserem Laboralltag

Ellen Scherbaum, Kathi Hacker, Alexander Lemke

 

Zusammenfassung

Im Jahr 2016 wurden am CVUA Stuttgart insgesamt 853 Proben Frischobst aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 700 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht. 820 dieser Proben (96 %) wiesen Rückstände von insgesamt 188 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf (im Jahr 2015: 179 Wirkstoffe; 2014: 192 Wirkstoffe; 2013: 193 Wirkstoffe; 2012: 197 Wirkstoffe; 2011: 184 Wirkstoffe). Insgesamt wurden 5481 Rückstände gefunden (gemäß den gesetzlichen Definitionen, siehe auch Anlage 4). Bei 59 Obstproben (6,9 %) wurden Höchstmengenüberschreitungen festgestellt. Im Vergleich zum Vorjahr ist die Beanstandungsquote damit in etwa in der gleichen Größenordnung (im Jahr 2015: 5,2 %, 2014: 11 %; 2013: 4,8 %; 2012: 4,5 %; 2011: 3,6 %). Der Anteil an Proben mit Höchstmengenüberschreitungen für den Wirkstoff Chlorat beträgt 2,1 % (1,6 % im Jahr 2015; 6,9 % in 2014), wobei für acht Proben (0,9 %) die Höchstmenge nur gering überschritten wurde (< 0,02 mg/kg). Die im Jahr 2015 festgestellte Quote hat sich damit erfreulicherweise in etwa gehalten und liegt deutlich niedriger als bei Gemüse.

 

Schmuckelement.

Vorbemerkung

Funde von Pestizidrückständen in pflanzlichen Lebensmitteln bedeuten nicht zwangsläufig, dass sie aus einer Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder Bioziden stammen.

 

Ausweitung des Untersuchungsspektrums für alle Proben

Auch 2016 wurden wieder alle Proben routinemäßig mit der QuPPe-Methode auf sehr polare Stoffe untersucht (siehe auch http://quppe.eu), die mit der QuEChERS-Multi-Methode nicht erfasst werden können. Zu den Vertretern dieser Gruppe gehören die Fungizide Fosetyl und Phosphonsäure, die häufig im Obstbau eingesetzt werden, das Herbizid Chlorat sowie Perchlorat, das als Kontaminant eingestuft wird (siehe auch Kapitel, Chlorat, Phosphonsäure und Perchlorat).

 

Ergebnisse im Detail

Tabelle 1 gibt einen Überblick über die insgesamt untersuchten 853 Proben Obst aufgeschlüsselt nach dem Herkunftsgebiet.

 

Tabelle 1: Rückstände an Pestiziden in Obstproben aus konventionellem Anbau differenziert nach Herkunft (CVUAS 2016)
Frischobst
Proben
Inland
Proben
anderer
EU-Länder
Proben
Drittländer
Proben
unbekannter
Herkunft
Proben
Gesamt
Anzahl Proben
291
277
269
16
853
davon mit Rückständen
280 (96 %)
266 (96 %)
259 (96 %)
15 (94 %)
820 (96 %)
Proben über Höchstmenge
11 (3, 8%)
15 (5,4 %)
31 (12 %)
2
59 (6,9 %)
mittlerer Pestizidgehalt (mg/kg)
3,1
2,7
3,0
1,6
2,9
mittlerer Pestizidgehalt ohne
Fosetyl (Summe) (mg/kg)*
0,37
0,72
0,82
0,53
0,63
mittlerer Pestizidgehalt ohne
Fosetyl (Summe), ohne
Oberflächenbehandlungsmittel
und ohne Bromid (mg/kg)*
0,37
0,46
0,47
0,37
0,43
Stoffe pro Probe
7,1
6,1
6,1
5,3
6,4

* Durch die vergleichsweise hohen Gehalte an Fosetyl (Summe), Bromid und an Oberflächenbehandlungsmitteln (Thiabendazol, Imazalil und o-Phenylphenol) wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe stark beeinflusst. Deswegen wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe auch ohne diese Stoffe angegeben.

 

Die Proben kamen aus 39 verschiedenen Herkunftsländern, wobei die Mehrzahl allerdings aus Deutschland (291), Spanien (169), Italien (80), Südafrika (47), Türkei (43) und Brasilien (25) stammten. Die höchste Quote mit Proben über der Höchstmenge betraf Proben aus der Türkei (19 %) und Brasilien (20 %).

 

Im Jahr 2016 wiesen 820 (96 %) der Obstproben Rückstände auf. Es wurden 188 verschiedene Pestizidwirkstoffe gemäß der Rückstandsdefinition (siehe Anlage 4) nachgewiesen, das entspricht einschließlich aller Metaboliten und Kontaminaten 247 Einzelsubstanzen. Im Schnitt wurden 6,4 verschiedene Wirkstoffe pro Probe nachgewiesen. Der mittlere Pestizidgehalt lag bei den untersuchten Obstproben bei 0,43 mg/kg ohne Fosetyl (Summe), ohne Bromid sowie ohne die Oberflächenbehandlungsmittel Thiabendazol, Imazalil und ortho-Phenylphenol, die hauptsächlich auf der Schale von Zitrusfrüchten, z. T. auch von Kernobst und exotischen Früchten in größeren Mengen vorkommen.

 

Tabelle 2 zeigt die Untersuchungsergebnisse in der Übersicht für die verschiedenen Obstgruppen.

 

Tabelle 2: Rückstände in Obstproben aus konventionellem Anbau differenziert nach Obstarten (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl Proben
Proben
mit Rückständen
Proben mit
Mehrfach-rückständen
Proben > Höchstmenge
Anzahl Befunde
> Höchstmenge
Stoffe über der Höchstmenge*
Beerenobst
261
257 (99 %)
251 (96 %)
19 (7,3 %)
23
Fosetyl, Summe (5x); Chlorat (4x); Spinosad (2x); Ametoctradin (2x); Vinclozolin; Dimethoat, Summe; Chlorpropham; Fenazaquin; Captan; Folpet; Procymidon; Tebufenozid; Methoxyfenozide; Trimethylsulfonium-Kation
Kernobst
150
148 (99 %)
146 (97 %)
2 (1,3 %)
2
Chlormequat; Diphenylamin
Steinobst
161
159 (99 %)
155 (96 %)
13 (8,1 %)
15
Chlorat (6x); Fosetyl, Summe (5x); Acetamiprid; Dimethoat, Summe; Carbendazim, Summe; Procymidon
Zitrusfrüchte
106
106 (100 %)
105 (99 %)
6 (5, 7%)
6
Chlorat (4x); Dicloran; Lambda-Cyhalothrin
Exotische Früchte
175
150 (86 %)
113 (65 %)
19 (11 %)
22
Fosetyl, Summe (7x); Chlorat (4x); Acetamiprid (2x); Prochloraz, Summe (2x); Ethephon; Chlorpyrifos; Diuron; Difenoconazol; Flutriafol; Cyfluthrin; Cyprodinil
Summe
853
820 (96 %)
770 (90 %)
59 (6,9 %)
 
 

*einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über der Höchstmenge

 

Darstellung der Ergebnisse für die einzelnen Obstarten

Beerenobst enthielt im Mittel 7,5 verschiedene Wirkstoffe und wies im Mittel 0,6 mg Pestizide pro kg (mittlerer Pestizidgehalt ohne Fosetyl Summe, Oberflächenbehandlungsmittel und Bromid) auf. Die empfindlichen Früchte sind anfällig für Pilzerkrankungen, vor allem bei feuchter Witterung (Tabelle 3).

Zwei Proben Johannisbeeren aus Deutschland waren 2016 besonders auffällig. Eine Probe enthielt vier (Captan, Difenoconazol, Folpet, Tebufenozid), die andere sieben Wirkstoffe (Dimethoat, Summe, Fenazaquin, Folpet, Procymidon, Tebufenozid, Triflumuron, Vinclozolin) über der Höchstmenge; insgesamt wurden in den beiden Proben 19 bzw. 25 verschiedene Wirkstoffe nachgewiesen. Beide Proben stammten aus demselben Betrieb. Derart belastete Proben sind jedoch glücklicherweise die absolute Ausnahme.

 

Tabelle 3: Rückstände in Beerenobst aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl Proben
Proben
mit Rückständen
Proben mit
Mehrfach-rückständen
Proben > HM
Stoffe über der HM**
Brombeere
4*
4
4
 
 
Erdbeere
78
77 (99 %)
76 (97 %)
6 (7,7 %)
Chlorat (3x); Spinosad (2x); Chlorpropham
Heidelbeere
18
17 (94 %)
16 (89 %)
3 (17 %)
Fosetyl, Summe (3x)
Himbeere
15
15 (100 %)
15 (100 %)
 
 
Johannisbeere
34
32 (94 %)
31 (91 %)
4 (12 %)
Ametoctradin; Dimethoat, Summe; Fenazaquin; Fosetyl, Summe; Methoxyfenozide; Procymidon; Tebufenozid; Vinclozolin
Jostabeere
1
1
1
 
 
Moosbeere
2
2
0
 
 
Stachelbeere
10
10 (100 %)
10 (100 %)
2 (20 %)
Ametoctradin; Fosetyl, Summe
Tafeltraube
99
99 (100 %)
98 (99 %)
4 (4 %)
Captan; Chlorat; Folpet; Trimethylsulfonium-Kation
Summe
Beerenobst
261
257 (99 %)
251 (96 %)
19 (7,3 %)
 

HM = Höchstmenge

*Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

**einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über der HM

 

Kernobst enthielt im Mittel 8,3 verschiedene Wirkstoffe und wies im Mittel 0,31 mg Pestizide pro kg (mittlerer Pestizidgehalt ohne Fosetyl Summe, Oberflächenbehandlungsmittel und Bromid) auf. Damit ist die Anzahl verschiedener Wirkstoffe leicht höher als bei Beerenobst, die Rückstandsmenge ist jedoch nur halb so hoch (Tabelle 4).

 

Tabelle 4: Rückstande in Kernobst aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl
Proben
Proben
mit
Rückständen
Proben mit
Mehrfach-
rückständen
Probe
> HM
Stoffe über der HM
Apfel
95
93 (98 %)
93 (98 %)
1 (1,1 %)
Diphenylamin
Birne
54
54 (100 %)
52 (96 %)
1 (1,9 %)
Chlormequat
Quitte
1*
1
1
 
 
Summe
Kernobst
150
148 (99%)
146 (97%)
2 (1,3%)
 

HM = Höchstmenge; *Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

 

Eine Probe türkischer Birnen enthielt Chlorpyrifos mit einem Gehalt von 0,2 mg/kg. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit hat im April 2014 neue toxikologische Referenzwerte veröffentlicht. Für Chlorpyrifos wurde eine ARfD von 0,005 mg/kg Körpergewicht abgeleitet (EFSA 2014 [4]). Bei der Anwendung des EFSA PRIMo-Modells der EU bezogen auf Kleinkinder errechnet sich bei dem in der Birnenprobe festgestellten Rückstandsgehalt an Chlorpyrifos von 0,20 mg/kg eine Aufnahmemenge von 0,0182 mg/kg Körpergewicht (Variabilitätsfaktor 7), was einer Ausschöpfung der ARfD von 364 % entspricht, obwohl die Höchstmenge von 0,5 mg/kg nicht überschritten ist. Die Probe wurde als nicht sicher beurteilt.

 

Infokasten

Akute Referenzdosis (Acute Reference Dose, ARfD)

Zur Bewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, die eine hohe akute Toxizität aufweisen und schon bei einmaliger oder kurzzeitiger Aufnahme gesundheitsschädliche Wirkungen auslösen können, eignet sich der ADI-Wert ( acceptable daily intake) nur eingeschränkt. Da er aus längerfristigen Studien abgeleitet wird, charakterisiert er eine akute Gefährdung durch Rückstände in der Nahrung möglicherweise unzureichend. Deshalb wurde neben dem ADI-Wert ein weiterer Expositionsgrenzwert eingeführt, die sogenannte akute Referenzdosis (acute reference dose, ARfD). Die Weltgesundheitsorganisation hat die ARfD als diejenige Substanzmenge definiert, die über die Nahrung innerhalb eines Tages oder mit einer Mahlzeit aufgenommen werden kann, ohne dass daraus ein erkennbares Gesundheitsrisiko für den Verbraucher resultiert. Anders als der ADI- wird der ARfD-Wert nicht für jedes Pflanzenschutzmittel festgelegt, sondern nur für solche Wirkstoffe, die in ausreichender Menge geeignet sind, schon bei einmaliger Exposition die Gesundheit zu schädigen.

 

EU - Pesticides database

EFSA calculation model Pesticide Residue Intake Model “PRIMo” - rev.2_0

 

Steinobst enthielt im Mittel 6,3 verschiedene Wirkstoffe und wies im Mittel 0,26 mg Pestizide pro kg (mittlerer Pestizidgehalt ohne Fosetyl Summe, Oberflächenbehandlungsmittel und Bromid) auf (Tabelle 5).

 

Tabelle 5: Rückstände in Steinobst aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Matrix Anzahl Proben Proben
mit Rückständen
Proben mit
Mehrfach-rückständen
Proben > HM Stoffe über der HM
Aprikose 25 24 (96 %) 24 (96 %) 2 (8 %) Carbendazim, Summe; Fosetyl, Summe
Avokado 3 3* 2    
Mirabelle 3 3 3    
Nektarine 20 20 (100 %) 20 (100 %) 1 (5 %) Fosetyl, Summe
Pfirsich 17 17 (100 %) 17 (100 %) 1 (5,9 %) Chlorat
Pflaume 61 60 (98 %) 58 (95 %) 3 (4,9 %) Acetamiprid; Chlorat; Fosetyl, Summe
Süßkirsche 32 32 (100 %) 31 (97 %) 6 (19 %) Chlorat (4x); Fosetyl, Summe (2x); Dimethoat, Summe; Procymidon
Summe Steinobst 161 159 (99 %) 155 (96 %) 13 (8,1 %)  

HM = Höchstmenge; *Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

**einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über der HM

 

Eine Probe deutscher Kirschen enthielt Dimethoat (Summe aus Omethoat und Dimethoat) mit einem Gehalt von 0,82 mg/kg Probe. Die Höchstmenge beträgt 0,2 mg/kg. Bei der Anwendung des EFSA PRIMo-Modells der EU bezogen auf Kleinkinder errechnet sich eine Ausschöpfung der ARfD von 276 % [3]. Auch diese Probe wurde als nicht sicher beurteilt.

 

Zitrusfrüchte enthielten im Mittel 7 verschiedene Wirkstoffe und wiesen im Mittel 0,48 mg Pestizide pro kg (mittlerer Pestizidgehalt ohne Fosetyl Summe, Oberflächenbehandlungsmittel und Bromid) auf (Tabelle 6).

 

Tabelle 6: Rückstände in Zitrusfrüchten aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl Proben
Proben
mit Rückständen
Proben mit
Mehrfach-rückständen
Proben
> HM
Stoffe über der HM
Clementine
18
18 (100 %)
18 (100 %)
 
 
Grapefruit
24
24 (100 %)
24 (100 %)
1 (4,2 %)
Chlorat
Kumquat
2
2*
1
1 (50 %)
Lambda-Cyhalothrin
Limette
13
13 (100 %)
13 (100 %)
2 (15 %)
Chlorat (2x)
Mandarine
1
1
1
 
 
Orange
14
14 (100 %)
14 (100 %)
 
 
Pomelo
8
8 (100 %)
8 (100 %)
1 (13 %)
Dicloran
Satsumas
3
3
3
 
 
Ugli
1
1
1
 
 
Zitrone
22
22 (100 %)
22 (100 %)
1 (4,5 %)
Chlorat
Summe
Zitrusfrüchte
106
106 (100 %)
105 (99 %)
6 (5,7 %)
 

HM = Höchstmenge; *Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

 

Höchstmengenüberschreitungen bei Zitrusfrüchten betraf in vier Fällen Chlorat. Lediglich eine Probe chinesischer Pomelo wies Dicloran über der Höchstmenge auf, eine Probe Kumquat aus Spanien enthielt das Insektizid Lambda-Cyhalothrin über der Höchstmenge. In China wird das Fungizid Dicloran, Berichten zufolge, benutzt um die Schale der Früchte vor Beschädigungen und Flecken zu schützen.

 

Exotische Früchte waren die Obstgruppe mit der höchsten Beanstandungsquote (11 %). 19 von 175 untersuchten Proben wiesen im Jahr 2016 Rückstände über der Höchstmenge auf. Dabei waren Granatäpfel aus der Türkei und Passionsfrüchte aus Kolumbien besonders auffällig. Für exotische Früchte ist die Höchstmenge für Fosetyl, Summe mit 2,0 mg/kg vergleichsweise niedrig, so dass insgesamt 7 Proben über dieser Höchstmenge lagen (Tabelle 7).

 

Tabelle 7: Rückstände in exotischen Früchten aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl Proben
Proben
mit Rückständen
Proben mit
Mehrfach-rückständen
Proben > HM
Stoffe über der HM**
Ananas
27
27 (100 %)
27 (100 %)
4 (15 %)
Chlorat; Chlorpyrifos; Diuron; Prochloraz, Summe
Banane
6
6 (100 %)
5 (83 %)
 
 
Cherimoya
1*
1
0
 
 
Dattel
1
1
0
 
 
Feige
11
5 (46 %)
0
 
 
Granatapfel
17
17 (100 %)
15 (88 %)
5 (29 %)
Acetamiprid (2x); Fosetyl, Summe (2x); Cyfluthrin; Cyprodinil; Prochloraz, Summe
Kakifrucht
20
14 (70 %)
9 (45 %)
2 (10 %)
Chlorat (2x)
Kaktusfeige
2
1
0
 
 
Kapstachelbeere
1
1
1
 
 
Karambole
3
3
3
 
 
Kiwi
27
26 (96 %)
19 (70 %)
 
 
Litchi
4
1
1
 
 
Mango
24
22 (92 %)
17 (71 %)
3 (13 %)
Ethephon; Flutriafol; Fosetyl, Summe
Maracuja
6
6 (100 %)
6 (100 %)
4 (67 %)
Fosetyl, Summe (3x); Chlorat; Difenoconazol
Nashi Birne
2
2
2
 
 
Papaya
7
6 (86 %)
5 (71 %)
1 (14 %)
Fosetyl, Summe
Pitahaya
1
1
1
 
 
Rhabarber
15
10 (67 %)
2 (13 %)
 
 
Summe
Exotische Früchte
175
150 (86 %)
113 (65 %)
19 (11 %)
 

HM = Höchstmenge; *Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe; **einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über der HM

 

Mehrfachrückstände

Rückstände mehrerer Pestizide waren auch im Jahr 2016 bei Obst sehr häufig nachweisbar: 770 Obstproben (90 %) wiesen Mehrfachrückstände auf (im Jahr 2015: 89 %, 2014: 95 %; 2013: 85 %; 2012 83 %). Abbildung 1 zeigt Mehrfachrückstände in den verschiedenen Obstarten aus dem Jahr 2016.

Die Rückstandsbefunde sind sehr stark von den untersuchten Proben und deren Herkunft abhängig. Da jedes Jahr andere Schwerpunkte gesetzt werden oder risikoorientiert bestimmte aktuelle Fragestellungen bearbeitet werden, sind die Ergebnisse eines Jahres als nicht repräsentativ anzusehen.

 

Abbildung 1: Mehrfachrückstände in verschiedenen Obstarten (CVUAS 2016).

Abbildung 1: Mehrfachrückstände in verschiedenen Obstarten (CVUAS 2016)

 

Dennoch können, insbesondere wenn die Rückstandssituation über mehrere Jahre betrachtet wird, Trends festgestellt werden. Die Abbildungen 2 und 3 zeigen einen Vergleich über 5 Jahre.

Die Anzahl untersuchter Stoffe wurde in den vergangenen 5 Jahren kontinuierlich angepasst und erweitert. Während 2012 im Mittel auf etwa 600 Pestizide geprüft wurde, waren es 2016 648 Stoffe (jeweils entsprechend der rechtlichen Rückstandsdefinition, vgl. Anlage 4).

 

Abbildung 2: mittlere Anzahl verschiedener Pestizidwirkstoffe pro Probe in den verschiedenen Obstarten (CVUAS 2012–2016, Rückstandsdefinitionen gemäß Rechtslage 2016).

Abbildung 2: mittlere Anzahl verschiedener Pestizidwirkstoffe pro Probe in den verschiedenen Obstarten (CVUAS 2012–2016, Rückstandsdefinitionen gemäß Rechtslage 2016)

 

Die Ausweitung der Untersuchung und ein Rückgang von Rückstandsgehalten durch Nacherntebehandlung (Waschen, Wachsen etc.) haben gegenläufige Auswirkungen auf die Anzahl Pestizide, die nachweisbar sind. Wie Abbildung 2 zeigt ist für die Jahre 2012 bis 2016 für alle Obstarten ein leichter Anstieg der Anzahl nachgewiesener Wirkstoffe zu beobachten.

Am besten schneiden exotische Früchte ab, die im Mittel über alle 5 Jahre 2,8 Wirkstoffe pro Probe enthielten. Steinobst liegen mit 5,7 pro Probe im Mittelfeld. Beerenobst und Zitrusfrüchte enthielten im Mittel über 5 Jahre 6,7 bzw. 6,5 Wirkstoffe und Kernobst lag mit 7,3 Wirkstoffen pro Probe an der Spitze. Bei Kernobst ist die mittlere Anzahl an Pestizidwirkstoffen seit 2012 kontinuierlich von 6,1 auf 8,3 angestiegen.

Beim Vergleich der Anzahl an verwendeten Pestizidwirkstoffen muss berücksichtigt werden, dass die einzelnen Kulturen in den verschiedenen klimatischen Zonen einem unterschiedlich starken Schädlingsdruck ausgesetzt sind. Entsprechend individuell und unterschiedlich sind somit auch die erforderlichen Pflanzenschutzmaßnahmen.

 

Abbildung 3: Mittlerer Gehalt an Pestizidrückständen (ohne Oberflächenbehandlungsmittel, Bromid und Fosetyl, Summe) in den verschiedenen Obstarten (CVUAS 2012–2016 , Rückstandsdefinitionen gemäß Rechtslage 2016).

Abbildung 3: Mittlerer Gehalt an Pestizidrückständen (ohne Oberflächenbehandlungsmittel, Bromid und Fosetyl, Summe) in den verschiedenen Obstarten (CVUAS 2012–2016 , Rückstandsdefinitionen gemäß Rechtslage 2016)

 

Abbildung 3 zeigt den mittleren Gehalt an Pestizidrückständen (ohne Oberflächenbehandlungsmittel, Bromid und Fosetyl, Summe). Exotische Früchte schneiden auch hier mit dem Mittelwert von 0,25 mg/kg Früchte über die betrachteten 5 Jahre am besten ab, hier ist jedoch im Berichtsjahr ein deutlicher Anstieg zu erkennen, der jedoch überwiegend auf vier außerordentliche hohe Befunde an Prochloraz in Granatäpfeln aus der Türkei, Mango aus Peru und zwei Ananas aus Ghana zurückzuführen ist, wo das Fungizid vermutlich zur Nacherntebehandlung eingesetzt wurde. Ohne diese vier Befunde liegt der mittlere Gehalt bei exotischen Früchten für 2016 bei 0,31 mg/kg. Mit einem mittleren Gehalt von 0,60 mg/kg weisen Beerenfrüchte im Vergleich zu den anderen Obstarten auch im Jahr 2016 wieder die höchsten Pestizidrückstandsgehalte auf.

 

Einzelne Stoffe mit Besonderheiten

Chlorat

Chlorat-Rückstände in pflanzlichen Lebensmitteln können neben der Anwendung als Herbizid verschiedene andere Ursachen haben (siehe Infokasten). Bei Obst spielen Chloratbefunde, im Vergleich zu Gemüse jedoch eine sehr untergeordnete Rolle, siehe Abb. 4.

 

Abb. 4: Chloratbefunde größer Höchstmenge (> 0,01 mg/kg) ein Vergleich zwischen konventionellem Obst und Gemüse.

Abb. 4: Chloratbefunde größer Höchstmenge (> 0,01 mg/kg) ein Vergleich zwischen konventionellem Obst und Gemüse

 

Infokasten

Chlorat

Chlorate sind sowohl herbizid als auch biozid wirksame Stoffe. Chlorat ist ein in der EU seit dem Jahr 2008 nicht mehr zugelassener Pflanzenschutzmittelwirkstoff. Auch in Biozidprodukten darf Natriumchlorat nicht mehr angewendet werden.

Die Definition „Pestizidrückstände“ der VO (EG) Nr. 396/2005 bezeichnet auch Rückstände von (ggf. nicht mehr zugelassenen) Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Lebensmitteln bei möglichem anderem Eintragsweg als der Anwendung als Pflanzenschutzmittel (sog. Dual-Use-Stoffe), wie etwa im Fall von Chlorat in Lebensmitteln. Somit ist gemäß der Verordnung (EG) Nr. 396/2005 ein allgemeiner Höchstgehalt von 0,01 mg/kg EU-weit gültig.

Neben der Anwendung als Pflanzenschutzmittel kann Chlorat z.B. auch infolge einer Verunreinigung durch die Umwelt (kontaminiertes Beregnungs- oder Bewässerungswasser, belastete Böden) oder als Rückstand der Gewinnung, einschließlich der Behandlungsmethoden in Ackerbau, Fertigung, Verarbeitung, Zubereitung oder Behandlung in das Lebensmittel gelangen. Die Anwendung von Bioziden, aus denen Chlorate entstehen können, stellt eine mögliche Kontaminationsquelle dar. Grundsätzlich kann Chlorat als Nebenprodukt bei der Trinkwasser-/Brauchwasserdesinfektion mit Chlorgas, Hypochlorit oder Chlordioxid entstehen, ein Grenzwert für Chlorat in Trinkwasser ist gemäß den Vorgaben der Trinkwasserverordnung jedoch nicht festgelegt.

Chlorat hemmt reversibel die Aufnahme von Jodid in die Schilddrüse und kann insbesondere bei empfindlichen Personengruppen wie Kindern, Schwangeren oder Personen mit Schilddrüsenfunktionsstörungen unerwünschte gesundheitliche Effekte verursachen. Neben Auswirkungen auf die Schilddrüsenfunktion kann Chlorat auch Schädigungen der Erythrocyten (Methämoglobin-Bildung, Hämolyse) bewirken.

Die Mitgliedstaaten führen ein Monitoring zur Erfassung der Belastungssituation in Lebensmitteln und Trinkwasser durch, um Daten für eine toxikologische Bewertung durch die EFSA bereitzustellen. Darauf basierend sollen dann spezifische Rückstandshöchstgehalte festgelegt werden.

 

Quellen: BfR [1], Europäische Kommission [2]

 

Phosphonsäure

Im Jahr 2016 wurde die Untersuchung auf Fosetyl (Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure) fortgeführt. Rückstände an Phosphonsäure können als Folge der Anwendung der fungiziden Pflanzenschutzmittelwirkstoffe Fosetyl und Phosphonsäure (in Deutschland im Obst- und Gemüsebau, z.B. bei Salaten, Gurken, Tomaten, Erdbeeren etc. zugelassen) sowie aus früheren Anwendungen von Pflanzenstärkungsmitteln (sog. Blattdünger) auftreten. Mit der EU-weiten Einstufung von Phosphonsäure als Fungizid sind diese Anwendungen jedoch nicht mehr möglich. Als gesetzliche Höchstmenge ist die Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure sowie deren Salzen festgesetzt. In Obstproben wurde Phosphonsäure in 481 Proben, das entspricht 56 % aller untersuchten Obstproben, mit Gehalten bis 86,2 mg/kg berechnet als Fosetyl, Summe nachgewiesen. 17 Proben (2 %) wurden wegen einer Überschreitung der Höchstmenge an Fosetyl, Summe beanstandet (siehe Anlage 1). Aufgrund der durchschnittlich vergleichsweise hohen Fosetyl-Rückstände wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe stark beeinflusst. In Tabelle 1 wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe deshalb auch ohne Fosetyl (Summe), angegeben.

 

Infokasten

Phosphonsäure und Fosetyl

Sowohl Fosetyl als auch Phosphonsäure sind in der EU zugelassene fungizide Wirkstoffe, die unabhängig vom Eintragsweg unter den Anwendungsbereich der VO (EG) Nr. 396/2005 fallen.

Neben der Anwendung als Fungizid ist ferner ein Eintrag durch Düngemittel (sog. Blattdünger), die Phosphonate (Salze der Phosphonsäure) enthalten, denkbar. Diese Anwendung ist jedoch durch die Einstufung der Phosphonate als Fungizide nicht mehr möglich. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Pflanzen Phosphonsäure speichern und erst im Laufe der Zeit ausscheiden.

 

In Deutschland sind Fosetyl und Phosphonsäure (als Phosphonate) bei Obst lediglich für Erdbeeren, Brombeeren und Trauben zugelassen. Eine Auswertung der deutschen Obstproben 2014 bis 2016 zeigt bislang keine Reduktion der Gehalte, auch nicht bei Apfel, einer Kultur für die es keine Zulassung gibt.

 

Abb. 5: Phosphonsäuregehalt von Proben mit Herkunft Deutschland, mittlerer Gehalt über alle untersuchten Proben.

Abb. 5: Phosphonsäuregehalt von Proben mit Herkunft Deutschland, mittlerer Gehalt über alle untersuchten Proben

 

Wie Abbildung 5 ferner zeigt, wurde Phosphonsäure im Tafeltraubenanbau 2016 intensiv eingesetzt, da die feuchte Witterung einen besonderen Schutz vor Pilzerkrankungen nötig machte.

 

Perchlorat

Perchlorate sind Salze der Perchlorsäure. Sie sind in Wasser meist leicht löslich und in der Umwelt persistent (dauerhaft verbleibend). In der Umwelt kommen diese sowohl anthropogen, d.h. durch den Menschen verursacht, als auch natürlich in Minerallagerstätten vor. Perchlorat wird aber auch durch oxidative Vorgänge in der Atmosphäre gebildet und lagert sich mit dem Staub ab. Die industrielle Verwendung der Perchlorate ist umfangreich und sehr vielfältig: Sie werden in der metallverarbeitenden Industrie, in der Papierveredelung, als Entwässerungsmittel, als Oxidationsmittel sowie als Spreng- und Treibstoffe eingesetzt. Eine weitere Eintragsmöglichkeit könnte die Verwendung von Chilesalpeter als Düngemittel sein. Hauptabbaugebiete des Düngers sind natürliche Vorkommen in der Atacama-Wüste. In solchen trockenen Gebieten reichert sich Perchlorat an, da es nicht durch Niederschläge in den Wasserkreislauf gelangen und somit nicht langsam durch Mikroorganismen abgebaut werden kann [5].

Perchlorate sind derzeit in der EU weder als Pflanzenschutzmittel, noch als Biozide zugelassen. Perchloratbefunde fallen deshalb unter die Regelungen der Kontaminanten-Verordnung, die zum vorbeugenden Schutz des Verbrauchers ein allgemeines Minimierungsgebot für Fremd­stoffe in Lebensmitteln enthält [6].

Etwa sechs bis acht Prozent aller konventionellen Obstproben (2732 Proben wurden in den Jahren 2013 bis 2016 untersucht) enthalten Perchlorat, allerdings überwiegend in sehr kleiner Konzentration. Lediglich 0,3 % der Proben wiesen 2016 Gehalte über 0,1 mg/kg auf: eine Probe Kirschen aus der Türkei 0,98 mg/kg, eine Probe Grapefruit aus Spanien 0,19 mg/kg und eine Probe Tafeltrauben aus Chile enthielt 0,12 mg/kg Perchlorat.

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Abb. 6: Anteil der konventionellen Obstproben mit einer Kontamination mit Perchlorat differenziert nach der Höhe des Gehaltes (CVUAS 2013–2016) .

Abb. 6: Anteil der konventionellen Obstproben mit einer Kontamination mit Perchlorat differenziert nach der Höhe des Gehaltes (CVUAS 2013–2016)

 

Unzulässige Anwendung von Pflanzenschutzmitteln

Für Proben mit Herkunft Deutschland wird auch überprüft, ob der jeweils nachgewiesene Wirkstoff für die Anwendung überhaupt und bei dieser Kultur zugelassen ist. Die häufigsten Abweichungen waren bei Johannesbeeren (bei sieben Proben), Äpfeln (bei sechs Proben) festzustellen. In einer Probe Johannisbeeren wurden 8 unzulässige Wirkstoffe nachgewiesen, darunter auch Procymidon, Triflumuron und Vinclozolin, die generell nicht zugelassen sind.

Werden die Höchstmengen eingehalten, so sind diese Waren verkehrsfähig. Der Sachverhalt wird jedoch von den für den Pflanzenschutz zuständigen Stellen weiter verfolgt.

Im Vorjahr waren Befunde von Fosetyl, Summe (inkl. Phosphonsäure) ein Thema, da diese in Deutschland im Obstbereich lediglich für Erdbeere, Brombeere und Trauben zugelassen sind, aber auch in vielen anderen Obstarten nachgewiesen wurden. Auch 2016 wurde Fosetyl, Summe in 116 Proben aus Deutschland nachgewiesen für die es keine Zulassungen gibt (siehe Tabelle 8).

 

Tabelle 8: Nachweis von Fosetyl, Summe in Obstproben aus Deutschland, für die die Wirkstoffe Phosphonsäure und/oder Fosetyl nicht zugelassen sind (CVUAS 2016)
Obstart Anzahl Nachweise
Himbeere 8
Johannisbeere 16
Stachelbeere 6
Heidelbeere 4
Apfel 57
Birne 12
Aprikose 1
Pflaume 4
Süßkirsche 7
Rhabarber 1

 

Diese Befunde wurden 2016 nicht als unzulässige Anwendung beurteilt, da sich der Wirkstoff in den Pflanzen hält und von einer früheren Anwendung als „Blattdünger“ etc. stammen könnte (siehe auch Infokasten).

In Tabelle 9 sind die Rückstände an nicht zugelassenen Wirkstoffen in Obstproben aus Deutschland dargestellt.

 

Tabelle 9: Rückstände an nicht zugelassenen Wirkstoffen in konventionellem Obst aus Deutschland (CVUAS 2016)
Matrix
Anzahl Proben Herkunft D
Proben mit nicht zugelassenen Stoffen
Nicht zugelassene Stoffe*
Beerenobst
126
12 (10 %)
Difenoconazol (4x); Folpet (4x); Captan (3x); Tebufenozid (2x); Ametoctradin (2x); Vinclozolin; Dimethoat, Summe; Fenoxycarb; Triflumuron; Cyflufenamid; Dithianon; Fenazaquin; Procymidon; Methoxyfenozide; Abamectin, Summe; Fluopyram
Kernobst
96
6 (6 %)
Folpet (5x); Fenoxycarb
Steinobst
55
4 (7 %)
Captan (3x); Procymidon
Zitrusfrüchte
0
0
 
Exotische Früchte**
14
0
 
Summe
291
22 (7,6 %)
 

*einzelne Proben enthielten mehr als einen nicht zugelassenen Wirkstoff; ** Rhabarber wird bei exotischen Früchten einsortiert

 

 

Infokasten

Indikationszulassung (§ 12 (1) Gesetz zum Schutz der Kulturpflanzen)

Die Indikationszulassung gilt für alle Pflanzenschutzmittel seit dem 01.07.2001 und besagt, dass die betroffenen Mittel zugelassen sind, aber nur bei den Anwendungs­gebieten eingesetzt werden dürfen, die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (http://www.bvl.bund.de/DE/04_Pflanzenschutzmittel/01_Aufgaben/02_ZulassungPSM/01_ZugelPSM/
01_OnlineDatenbank/psm_onlineDB_node.html
) festgesetzt sind. Daneben können die zuständigen Behörden der Bundesländer nach § 22 PflSchG unter bestimmten Voraussetzungen Einzelfallgenehmigungen für die Anwendung zugelassener Pflanzenschutzmittel in weiteren Anwendungsgebieten erteilen. In Baden-Württemberg ist hierfür das Landwirtschaftliches Technologiezentrum Augustenberg zuständig (http://www.ltz-bw.de/pb/,Lde/Startseite/Arbeitsfelder/Zulassungen+_+Genehmigungen). Diese Genehmigungen gelten nur für den Antrag stellenden Betrieb und für die beantragte Fläche.

 

Anlage 1 listet die Höchstmengenüberschreitungen in konventionell erzeugtem Frischobst auf, Anlage 2 und 3 zeigen die Häufigkeitsverteilung der nachgewiesenen Wirkstoffe.

 

Quellen

[1] Vorschläge des BfR zur gesundheitlichen Bewertung von Chloratrückständen in Lebensmitteln vom 12.05.2015

[2] Entscheidung der Kommission vom 10. November 2008 über die Nichtaufnahme von Chlorat in Anhang I der RL 91/414/EWG des Rates und die Aufhebung der Zulassungen für Pflanzenschutzmittel mit diesem Stoff (ABl. L307/7 vom 18.11.2008)

[3] Conclusion on the peer review of the pesticide risk assessment of confirmatory data submitted for the active substance dimethoate: EFSA Journal 2013;11(7):3233

[4] Conclusion on the peer review of the pesticide human health risk assessment of the active substance chlorpyrifos, EFSA Journal 2014;12(4):3640

[5] Bericht des Umweltbundesamtes vom 18.09.2012 über das Vorkommen und die Verwendung von Perchloraten sowie deren wesentliche Eintragspfade in Lebensmittel

[6] Statement as regards the presence of perchlorate in food on 10 March 2015 (updated 23 June 2015)

 

Anlagen

Anlage 1: Stoffe mit Höchstmengenüberschreitungen aufgeschlüsselt nach Obstart und Herkunftsland (CVUAS 2016)
Wirkstoff   Höchstmengenüberschreitungen bei  
Acetamiprid Granatapfel (Türkei, ohne Angabe); Pflaume (Türkei)
Ametoctradin Stachelbeere (Deutschland); Johannisbeere (Deutschland)
Captan Tafelweintraube (Deutschland)
Carbendazim, Summe Aprikose (Türkei)
Chlorat Erdbeere (Spanien 2x, Italien); Grapefruit (USA); Pflaume (Chile); Maracuja (Südafrika); Süßkirsche (Türkei 2x, Italien 2x); Kakifrucht (Südafrika, ohne Angabe); Pfirsich (Spanien); Ananas (Costa Rica); Zitrone (Spanien); Limette (Brasilien 2x); Tafelweintraube (Brasilien)
Chlormequat Birne (Spanien)
Chlorpropham Erdbeere (Italien)
Chlorpyrifos Ananas (Costa Rica)
Cyfluthrin Granatapfel (ohne Angabe)
Cyprodinil Granatapfel (Südafrika)
Dicloran Pomelo (China)
Difenoconazol Maracuja (Kolumbien)
Dimethoat, Summe Johannisbeere (Deutschland); Süßkirsche (Deutschland)
Diphenylamin Apfel (Griechenland)
Diuron Ananas (Ghana)
Ethephon Mango (Peru)
Fenazaquin Johannisbeere (Deutschland)
Flutriafol Mango (Brasilien)
Folpet Tafelweintraube (Deutschland)
Fosetyl, Summe Granatapfel (Türkei 2x); Maracuja (Kolumbien 2x, Südafrika); Heidelbeere (Marokko, Deutschland, Argentinien); Nektarine (Chile); Papaya (Brasilien); Süßkirsche (Türkei, Italien); Aprikose (Italien); Johannisbeere (Deutschland); Stachelbeere (Deutschland); Pflaume (Deutschland); Mango (Spanien)
Lambda-Cyhalothrin Kumquat (Spanien)
Methoxyfenozide Johannisbeere (Deutschland)
Prochloraz, Summe Granatapfel (Türkei); Ananas (Ghana)
Procymidon Johannisbeere (Deutschland); Süßkirsche (Deutschland)
Spinosad Erdbeere (Spanien, Italien)
Tebufenozid Johannisbeere (Deutschland)
Trimethylsulfonium-Kation Tafelweintraube (Chile)
Vinclozolin Johannisbeere (Deutschland)

 

Anlage 2: Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe* für Frischobst, sowie aufgeschlüsselt nach Obstart, in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2016)

 

Anlage 2a: Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Frischobst.

 

Anlage 2b: Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe* für Frischobst, aufgeschlüsselt nach Obstart, in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2016).

*Entsprechend den gültigen Rückstandsdefinitionen, siehe Anlage 4
A = Akarizid, B = Bakterizid, F = Fungizid, H = Herbizid, I = Insektizid, M = Metabolit, W = Wachstumsregulator

 

Anlage 3: Häufigkeit der Rückstandsbefunde von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen in Frischobst aus konventionellem Anbau (CVUAS 2016)
Pestizide und Metaboliten
Anzahl pos. Befunde
mg/kg
< 0,01
< 0,05
< 0,2
< 1
< 5
< 20
≥ 20
Max.
Fosetyl, Summe
481
0
1
69
135
230
28
18
86,2
Fludioxonil
256
94
48
51
48
14
1
0
14,2
Cyprodinil
238
112
44
48
30
4
0
0
1,2
Boscalid
212
82
62
38
27
3
0
0
1,8
Trifloxystrobin
177
79
69
23
5
1
0
0
1,5
Captan
140
30
50
45
13
2
0
0
1,7
Myclobutanil
139
85
41
12
1
0
0
0
0,2
Chloranthraniliprol
131
103
27
1
0
0
0
0
0,09
Pyraclostrobin
126
69
40
14
3
0
0
0
0,3
Tebuconazol
121
68
29
18
6
0
0
0
0,68
Chlorpyrifos
118
79
27
8
4
0
0
0
0,3
Fluopyram
111
51
36
20
3
1
0
0
1,3
Imazalil
105
14
7
13
25
46
0
0
4,5
Acetamiprid
103
50
35
18
0
0
0
0
0,15
Dithianon
103
17
43
34
8
1
0
0
1,2
Pyrimethanil
103
45
16
10
21
11
0
0
5,2
Imidacloprid
99
65
29
2
3
0
0
0
0,45
Thiacloprid
99
58
31
9
1
0
0
0
0,36
Pirimicarb, Summe
98
55
28
15
0
0
0
0
0,18
Cyprodinil Met. CGA304075
93
56
20
14
3
0
0
0
0,24
Fenhexamid
89
24
17
21
22
5
0
0
4,1
Difenoconazol
86
62
18
5
1
0
0
0
0,21
Spinosad
82
46
22
11
3
0
0
0
0,49
Penconazol
77
62
13
2
0
0
0
0
0,062
Thiabendazol
75
22
10
13
22
8
0
0
3,2
Lambda-Cyhalothrin
72
42
24
6
0
0
0
0
0,095
Iprodion
71
36
11
8
11
5
0
0
2,4
Azoxystrobin
69
39
10
16
4
0
0
0
0,58
Carbendazim, Summe
69
50
15
3
1
0
0
0
0,26
Spirotetramat, Summe
66
26
28
10
2
0
0
0
0,33
Dodin
57
52
2
3
0
0
0
0
0,093
Dimethomorph
54
30
10
5
9
0
0
0
0,68
Acetamiprid Met. IM-2-1
49
46
3
0
0
0
0
0
0,017
Cypermethrin
49
19
20
8
2
0
0
0
0,36
Indoxacarb
47
37
8
2
0
0
0
0
0,13
Prochloraz, Summe
47
12
2
14
12
7
0
0
7,3
Pendimethalin
46
45
1
0
0
0
0
0
0,017
Ethephon
45
3
17
16
7
2
0
0
1,4
Methoxyfenozide
45
22
16
6
1
0
0
0
0,28
Thiabendazol-5-hydroxy
43
26
16
1
0
0
0
0
0,092
Deltamethrin
42
29
13
0
0
0
0
0
0,04
Folpet
42
24
8
8
2
0
0
0
0,43
Pyriproxyfen
42
16
20
6
0
0
0
0
0,11
Quinoxyfen
38
17
11
10
0
0
0
0
0,18
Chlorat
37
18
15
4
0
0
0
0
0,12
Metrafenone
37
17
4
6
8
2
0
0
2
Chlorpyrifos-methyl
36
20
10
5
1
0
0
0
0,24
Pirimicarb-desamido
34
34
0
0
0
0
0
0
0,005
Fenoxycarb
33
27
6
0
0
0
0
0
0,03
Propiconazol
33
13
6
1
8
5
0
0
2,4
Fenpyroximat
29
19
9
1
0
0
0
0
0,12
Fenbuconazol
28
13
14
1
0
0
0
0
0,1
Spirodiclofen
28
21
7
0
0
0
0
0
0,029
Tebufenozid
28
21
6
1
0
0
0
0
0,11
Dithiocarbamate
26
0
4
17
5
0
0
0
0,99
Hexythiazox
26
18
7
1
0
0
0
0
0,082
Etofenprox
25
9
6
4
6
0
0
0
0,47
Glufosinat, Summe
25
5
17
3
0
0
0
0
0,18
2,4-D
24
14
1
8
1
0
0
0
0,46
Bromid
23
0
0
0
0
22
1
0
10,7
Ethephon Met. HEPA
23
1
12
10
0
0
0
0
0,17
Flonicamid, Summe
22
17
4
1
0
0
0
0
0,2
Metalaxyl (-M)
22
14
6
1
1
0
0
0
0,22
Kresoxim-methyl
21
17
4
0
0
0
0
0
0,028
Forchlorfenuron
19
19
0
0
0
0
0
0
0,004
Tetraconazol
19
9
8
2
0
0
0
0
0,18
BAC (n=8, 10, 12, 14, 16, 18)
18
1
16
1
0
0
0
0
0,099
Etoxazol
18
13
5
0
0
0
0
0
0,026
Gibberelinsäure
18
4
10
3
1
0
0
0
0,62
Orthophenylphenol
18
0
5
3
7
3
0
0
3,3
Buprofezin
17
7
6
4
0
0
0
0
0,19
Clothianidin
17
10
7
0
0
0
0
0
0,026
Triadimefon, Summe
17
4
2
6
5
0
0
0
0,95
Trimethylsulfonium-Kation
17
10
6
1
0
0
0
0
0,067
Abamectin, Summe
16
14
1
1
0
0
0
0
0,062
Bifenthrin
16
7
8
1
0
0
0
0
0,055
Cyproconazol
16
11
5
0
0
0
0
0
0,039
Tebufenpyrad
16
8
6
2
0
0
0
0
0,06
Boscalid Met. M510F01
15
9
6
0
0
0
0
0
0,022
Thiophanat-methyl
15
9
2
2
1
1
0
0
1
Ametoctradin
14
7
5
2
0
0
0
0
0,13
Phosmet, Summe
14
6
6
2
0
0
0
0
0,1
Cyflufenamid
13
9
4
0
0
0
0
0
0,03
DDAC (n=8, 10, 12)
13
0
13
0
0
0
0
0
0,041
Emamectin B1a/B1b
13
12
1
0
0
0
0
0
0,012
Ethirimol
13
9
4
0
0
0
0
0
0,021
Famoxadone
13
5
4
4
0
0
0
0
0,078
Fluopicolid
13
7
2
4
0
0
0
0
0,17
Mandipropamid
13
7
3
2
1
0
0
0
0,51
Thiamethoxam
13
8
5
0
0
0
0
0
0,04
Cyazofamid
11
2
3
5
1
0
0
0
0,21
Cyfluthrin
11
7
2
2
0
0
0
0
0,15
Dimethoat, Summe
11
9
1
0
1
0
0
0
0,86
Proquinazid
11
10
1
0
0
0
0
0
0,019
Spinetoram
11
11
0
0
0
0
0
0
0,006
Iprodion Met. RP30228
10
5
5
0
0
0
0
0
0,027
Diazinon
9
6
3
0
0
0
0
0
0,049
Novaluron
9
9
0
0
0
0
0
0
0,006
Spiroxamin
9
4
2
3
0
0
0
0
0,084
Fenpropimorph
8
8
0
0
0
0
0
0
0,009
Metalaxyl Met. CGA94689
8
7
1
0
0
0
0
0
0,013
Piperonylbutoxid
8
5
1
1
1
0
0
0
0,35
Pyridaben
8
5
2
1
0
0
0
0
0,056
Bupirimat
7
5
1
1
0
0
0
0
0,11
Chlormequat
7
5
1
0
1
0
0
0
0,83
Propyzamid
7
7
0
0
0
0
0
0
0,007
Cyantraniliprol
6
3
2
1
0
0
0
0
0,062
DEET
6
6
0
0
0
0
0
0
0,005
Icaridin
6
6
0
0
0
0
0
0
0,005
Paclobutrazol
6
6
0
0
0
0
0
0
0,003
Procymidon
6
4
1
0
1
0
0
0
0,5
Triclopyr
6
6
0
0
0
0
0
0
0,008
Chlorpropham
5
4
1
0
0
0
0
0
0,018
Clofentezin
5
2
1
1
1
0
0
0
0,35
Fluazinam
5
4
1
0
0
0
0
0
0,011
Methiocarb, Summe
5
5
0
0
0
0
0
0
0,003
Bifenazat, Summe
4
1
2
1
0
0
0
0
0,073
Chlorthalonil
4
0
3
1
0
0
0
0
0,059
Dicloran
4
3
1
0
0
0
0
0
0,021
Diflubenzuron
4
2
1
1
0
0
0
0
0,18
Fenbutatin-oxid
4
1
2
0
1
0
0
0
0,2
Fenpyrazamin
4
2
0
1
1
0
0
0
0,79
Iprovalicarb
4
4
0
0
0
0
0
0
0,004
Metalaxyl Met. CGA108905
4
4
0
0
0
0
0
0
0,002
Pirimicarb-desamido-desmethyl
4
4
0
0
0
0
0
0
0,007
Tau-Fluvalinat
4
3
1
0
0
0
0
0
0,026
Tetradifon
4
4
0
0
0
0
0
0
0,003
1-Naphthylessigsäure
3
3
0
0
0
0
0
0
0,008
Carbaryl
3
3
0
0
0
0
0
0
0,003
Dinocap, Summe
3
3
0
0
0
0
0
0
0,003
Diphenylamin
3
1
1
0
1
0
0
0
0,7
Fluazifop
3
0
1
2
0
0
0
0
0,11
Flutriafol
3
1
1
1
0
0
0
0
0,068
Malathion, Summe
3
1
2
0
0
0
0
0
0,028
Nikotin
3
2
1
0
0
0
0
0
0,012
Prohexadion
3
2
1
0
0
0
0
0
0,01
PTU
3
1
2
0
0
0
0
0
0,02
Pyrethrum
3
1
1
1
0
0
0
0
0,053
Spiromesifen
3
1
2
0
0
0
0
0
0,039
Triflumizol, Summe
3
1
2
0
0
0
0
0
0,011
Triflumuron
3
0
2
1
0
0
0
0
0,053
Benalaxyl
2
2
0
0
0
0
0
0
0,001
Brompropylat
2
2
0
0
0
0
0
0
0,005
Chlorfenapyr
2
2
0
0
0
0
0
0
0,004
Chloridazon-desphenyl
2
1
1
0
0
0
0
0
0,01
Diuron
2
1
1
0
0
0
0
0
0,028
Endosulfan, Summe
2
2
0
0
0
0
0
0
0,009
Fluxapyroxad
2
2
0
0
0
0
0
0
0,005
Formetanat
2
2
0
0
0
0
0
0
0,006
Mepanipyrim
2
2
0
0
0
0
0
0
0,006
Methidathion
2
2
0
0
0
0
0
0
0,002
Pirimicarb-desmethyl-formamido-
2
2
0
0
0
0
0
0
0,003
Propamocarb
2
1
1
0
0
0
0
0
0,011
Vinclozolin
2
1
0
1
0
0
0
0
0,053
1-Naphthylessigsäureamid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
2,4-D, Summe
1
0
0
1
0
0
0
0
0,12
Acephat
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Acrinathrin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Anthrachinon
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Atrazin-desethyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Azinphos-methyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Benthiavalicarb-isopropyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Carbendazim Metabolit 2-Aminobenzimidazole
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
Carbofuran, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Chlorthalonil-4-hydroxy
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Cymoxanil
1
1
0
0
0
0
0
0
0,005
Cyromazin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,005
Dichlorprop
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Diflufenican
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Dinotefuran
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
ETU
1
0
1
0
0
0
0
0
0,013
Fenarimol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Fenazaquin
1
0
0
1
0
0
0
0
0,069
Fenitrothion
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Fenpropathrin
1
0
1
0
0
0
0
0
0,012
Fenpropidin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Fipronil, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Fluazifop
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Flubendiamid
1
0
0
1
0
0
0
0
0,095
Flufenacet
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Fluroxypyr
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Flusilazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Isopyrazam
1
1
0
0
0
0
0
0
0,006
Isoxaben
1
0
1
0
0
0
0
0
0,012
Ivermectin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Linuron
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Lufenuron
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
MCPA
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Metalaxyl Met. CGA107955
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Oxydemeton-S-methyl, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Oxyfluorfen
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
Parathion
1
0
1
0
0
0
0
0
0,012
Pentachloranisol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,006
Pirimiphos-methyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Probenazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Profenofos
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Propamocarb-N-oxid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
Prosulfocarb
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Pymetrozin Met. CGA313124
1
0
1
0
0
0
0
0
0,01
Terbutylazin-desethyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Tolfenpyrad
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
Tolylfluanid, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
Trichlorfon
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
Triflusulfuron-methyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003

 

Anlage 4: Wirkstoffe und Metaboliten, die in der Rückstandsdefinition enthalten sind und nur als Summe in die Auswertung eingeflossen sind
Parameter In der Rückstandsdefinition enthalten und analytisch erfasst
Abamectin Avermectin B1a Avermectin B1b 8,9-Z-Avermectin B1a
Aldicarb, Summe Aldicarb Aldicarb-sulfoxid Aldicarb-sulfon
Amitraz, Gesamt- Amitraz BTS 27271
Benzalkoniumchlorid, Summe (BAC) Benzyldimethyloctylammoniumchlorid (BAC-C8) Benzyldimethyldecylammoniumchlorid (BAC-C10) Benzyldodecyldimethylammoniumchlorid (BAC-C12) Benzyldimethyltetradecylammoniumchlorid (BAC-C14 Benzylhexadecyldimethylammoniumchlorid (BAC-C16) Benzyldimethylstearylammoniumchlorid (BAC-C18)
Carbofuran, Summe Carbofuran 3-Hydroxy-Carbofuran
DDT, Summe DDE, pp- DDT, pp- DDD, pp- DDT, op-
Dialkyldimethylammoniumchlorid, Summe (DDAC) Dioctyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C8) Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C10) Didodecyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C12)
Dieldrin, Summe Dieldrin Aldrin
Dimethoat, Summe Dimethoat Omethoat
Disulfoton, Summe Disulfoton Disulfoton-sulfoxid Disulfoton-sulfon
Endosulfan, Summe Endosulfan, alpha- Endosulfan, beta- Endosulfan-sulfat
Fenamiphos, Summe Fenamiphos Fenamiphos-sulfoxid Fenamiphos-sulfon
Fenthion, Summe Fenthion Fenthion-sulfoxid Fenthion-sulfon Fenthion-oxon Fenthion-oxon-sulfoxid Fenthion-oxon-sulfon
Fipronil, Summe Fipronil Fipronil-sulfon
Flonicamid, Summe Flonicamid TFNG TFNA
Fosetyl, Summe Fosetyl Phosphonsäure
Glufosinat, Summe Glufosinat MPPA N-Acetyl-Glufosinat
Heptachlor, Summe Heptachlor Heptachlorepoxid
Malathion, Summe Malathion Malaoxon
Methiocarb, Summe Methiocarb Methiocarb-sulfoxid Methiocarb-sulfon
Methomyl, Summe Methomyl Thiodicarb
Milbemectin Milbemectin A3 Milbemectin A4
Oxydemeton-S-methyl, Summe Oxydemeton-methyl Demeton-S-methyl-sulfon
Parathion-methyl ,Summe Parathion-methyl Paraoxon-methyl
Phorat, Summe Phorat Phorat-sulfon Phorat-oxon Phorat-oxon-sulfon
Phosmet, Summe Phosmet Phosmet-oxon
Pirimicarb, Summe Pirimicarb Desmethyl-pirimicarb
Prochloraz, Gesamt Prochloraz 2,4,6-Trichlorphenol BTS 44595 BTS 44596 BTS 9608 BTS 40348
Pyrethrum, Summe Pyrethrin I Pyrethrin II Jasmolin I Jasmolin II Cinerin I Cinerin II
Pyridat, Summe Pyridat Pyridafol
Quintozen, Summe Quintozen Pentachloranilin
Sethoxydim, Gesamt Sethoxydim Clethodim
Spirotetramat, Summe Spirotetramat, Spirotetramat-Enol, Spirotetramat, Ketohydroxy Spirotetramat, Monohydroxy Spirotetramat-Enol-Glykosid
Terbufos, Summe Terbufos Terbufos-sulfon Terbufos-sulfoxid
Tolylfluanid, Summe Tolylfluanid DMST
Triadimefon u. Triadimenol Triadimefon Triadimenol
Triflumizol Triflumizol Triflumizol Metabolit FM-6-1

 

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Bericht erschienen am 26.07.2017 11:06:30