Shilajit – der neueste Sh*t

Melisa Güneri, Zeynep Kaplan, Thomas Kapp, Sarah Gutsche, Sonja Beyerlein

 

Shilajit ist in aller Munde. Das harzartige Gemisch aus dem Himalaya kursiert erfolgreich durch die sozialen Medien und wird durch Influencer und Firmen als Wundermittel angepriesen. Als Nahrungsergänzungsmittel verspricht Shilajit unter anderem mehr Energie, Stärkung der männlichen Vitalität und Verbesserung von kognitiven Fähigkeiten. Wir haben 12 Proben untersucht und den Hype auf Instagram und TikTok genauer beleuchtet.

 

Shilajit in verschiedenen Darreichungsformen.

Abbildung 1: Shilajit in verschiedenen Darreichungsformen.

 

1. Was ist Shilajit

Zusammensetzung

Bei Shilajit, auch Mumijo genannt, handelt es sich um ein dunkelbraunes bis schwarzes bitumenartiges Harz mit stechendem Geruch, der an Teer oder Kuhurin erinnert. Es wird in hochgelegenen Gesteinsschichten gebildet und aus verschiedenen Gebirgsregionen vor allem aus dem Himalaya gewonnen. Im Sommer verflüssigt sich Shilajit, tritt aus den Gesteinsschichten hervor und verteilt sich , bis es von Menschen vor Ort gesammelt wird.

 

Bis auf einige Shilajit-typische Substanzen ist Shilajit nicht konkret definiert und besteht aus einem komplexen Gemisch verschiedener Huminstoffe sowie mikrobieller und pflanzlicher Metabolite . Aufgrund verschiedener Faktoren wie unterschiedlichen klimatischen Bedingungen oder der Zusammensetzung des Gesteins ist kein eindeutiges Profil bekannt .

 

Auf dem Markt wird Shilajit traditionell als Harz angeboten sowie als Pulver oder Extrakt in Kapseln oder als leckere Gummies. Diese haben den Vorteil, dass die sensorischen Nachteile des ursprünglichen Harzes kaum mehr wahrnehmbar sind. Die deklarierten Shilajit-Gehalte in den verschiedenen Produkten unterscheiden sich stark, je nachdem ob das ggf. pulverisierte Harz oder ein Extrakt eingesetzt wird.

 

Die Versprechen

Wenn man den Videos auf TikTok und Co. glauben schenken mag, besitzt das „ayurvedische Naturheilmittel“ aus dem Himalaya-Gebirge diverse gesundheitsfördernde Eigenschaften. Seit tausenden von Jahren wird im zentralasiatischen Raum Shilajit traditionell als Verjüngungsmittel oder Adaptogen eingesetzt und soll aphrodisierend wirken . Studien aus Indien zufolge soll Shilajit beispielsweise das Gedächtnis verbessern, das Immunsystem stärken und sogar bei Krankheiten wie Diabetes mellitus helfen .

 

2. Social Media – viel Hype um Nichts?

In den sozialen Medien, in diversen Blogs sowie auf der Homepage von Shilajit-Anbietenden wird das „Schwarze Gold“ umfangreich beworben.

 

Im Rahmen einer Untersuchung auf Social Media (Instagram und TikTok) wurden 350 deutschsprachige Werbebeiträge (davon 58 % auf TikTok) zu Shilajit aus den Jahren 2022 bis 2025 gesichtet und bewertet. Die Recherche umfasste sowohl Beiträge von Einzelpersonen wie Influencern als auch von Nahrungsergänzungsmittel-Unternehmen und sonstigen Seiten wie Blogs oder Informationskanälen. Mehr als die Hälfte der Shilajit-Werbung stammte von Influencern. Es wurde mehrheitlich Werbung aus dem Jahr 2025 betrachtet; die Werbung hat in den vergangenen Jahren stark zugenommen.

 

Links: Kreisdiagramm über die Verteilung der Ersteller der untersuchten Social-Media-Beiträge. Rechts: Verteilung der untersuchten Social-Media-Beiträge nach Jahreszahl.

Abbildung 2 und 3: Links: Verteilung der Ersteller der untersuchten Social-Media-Beiträge. Rechts: Verteilung der untersuchten Social-Media-Beiträge nach Jahreszahl.

 

Die Werbung richtete sich überwiegend an die Allgemeinbevölkerung (84,9 %). Daneben wurden spezifische Zielgruppen adressiert, insbesondere Männer und Sportler (jeweils ca. 7 %).

 

Wir haben verschiedene Werbeangaben beleuchtet.

 

„Laborgeprüft“

Dass Qualität wichtig ist, wird auch zunehmend auf Social Media betont und entsprechend mit Laboruntersuchungen und Zertifikaten geworben. Nach den Ergebnissen der durchgeführten Recherche auf Social Media wird etwa in jedem 5. Beitrag mit Aussagen wie „laborgeprüft“ oder „getestet“ geworben. Die Bewerbung vermittelt den Eindruck, dass das beworbene Shilajit rein und frei von z. B. Schwermetallbelastungen ist sowie eine hohe Qualität aufweist.

 

Gehalt an Fulvin- und Huminsäuren

In Shilajit sind vor allem die sogenannten Humin- und Fulvinsäuren interessant; diese sollen in den Produkten zur Nahrungsergänzung beitragen und für die postulierten gesundheitsfördernden Wirkungen verantwortlich sein. Eine Bewerbung mit der Angabe „reich an“ darf sich jedoch nur auf Nährstoffe wie Vitamine oder Mineralstoffe beziehen – die Angabe „reich an Fulvinsäuren“ ist somit unzulässig.

 

Mineralstoffgehalte

Zudem wird bei zwei Drittel der Werbebeiträge pauschal ein hoher Mineralstoffgehalt von Shilajit beworben. Eine derartige Bewerbung ist nur möglich, wenn der Mineralstoff selbst konkretisiert und die Gehalte der beworbenen Mineralstoffe angegeben sind. In den Social-Media-Beiträgen waren diese Gehaltsangaben nicht aufgeführt und die Bewerbung entsprechend unserer analytischen Untersuchungen zudem aufgrund zu geringer Gehalte unzutreffend.

 

Gesundheitsbezogene Angaben

Shilajit wird in den sozialen Medien umfangreich mit gesundheitsbezogenen Angaben beworben: mehr als 80 % der Beiträge trugen gesundheitsbezogene Angaben, fast jeder 10. Beitrag sogar eine unzulässige krankheitsbezogene Angabe.

 

Balkendiagramm: Verteilung der nährwert-, gesundheits- und krankheitsbezogenen Angaben der untersuchten Social-Media-Beiträge.

Abbildung 4: Verteilung der nährwert-, gesundheits- und krankheitsbezogenen Angaben der untersuchten Social-Media-Beiträge.

 

Die gesundheitsbezogenen Angaben umfassten vor allem Angaben zur Energie/zum Stoffwechsel (53 %), zur kognitiven Wirkung (34 %) oder zum Testosteronspiegel bzw. der allgemeinen Männergesundheit (29 %).

 

Balkendiagram: Anteile der postulierten Wirkungen in den recherchierten Social-Media Beiträgen.

Abbildung 5: Anteile der postulierten Wirkungen in den recherchierten Social-Media Beiträgen.

 

Für Shilajit sind keine gesundheitsbezogenen Angaben nach der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zugelassen. Es bestehen jedoch eingereichte „on hold“-befindliche Claims. Bei diesen Claims handelt es sich um gesundheitsbezogene Angaben, die nur unter bestimmten Berücksichtigungen verwendet werden dürfen. Hier muss ein wissenschaftlicher Konsens über die postulierte Wirkung vorliegen; zudem trägt das inverkehrbringende Unternehmen die Verantwortung, die Wirksamkeit nachzuweisen.

 

Von den überprüften Beiträgen, welche gesundheitsbezogene Angaben beinhalten, waren circa 85 % pauschal als unzulässig zu bewerten.

 

3. Unsere Untersuchungen

Am CVUA Stuttgart wurden im vergangenen Jahr 12 Shilajit-Proben untersucht. Acht Proben wurden als anonyme Internetproben und zwei Proben direkt beim inverkehrbringenden Unternehmen erhoben. Eine Probe stammte aus dem Einzelhandel und eine weitere aus einer Apotheke.

 

In unseren Laboren wurden die Proben mit unterschiedlichen Analyseverfahren auf ihre Zusammensetzung hin untersucht. So wurden Übersichtsanalysen auf Fremdstoffe, Kontaminanten und native Bestandteile ebenso durchgeführt wie beispielsweise eine Bestimmung von anorganischen Mineralstoffen oder organischen Mineralölkohlenwasserstoffen. Je nach Ergebnis der Fremdstoffanalytik wurden weitere Analysen wie die Bestimmung von Zuckern oder 5-Hydroxymethylfurfural durchgeführt.

 

Zusammensetzung und Fremdstoffe

Eine Aussage über die typische Zusammensetzung von Shilajit ist aufgrund variabler Entstehungshypothesen des Harzes sowie fehlender authentischer Proben als Vergleich nur bedingt möglich. Nach unseren analytischen Beobachtungen konnte Hippursäure als typische Substanz für Shilajit identifiziert werden. Als ebenso charakteristisch für Shilajit zeigten sich verschiedene sulfatierte phenolische Verbindungen wie Phenolsulfat oder Cresolsulfat. Daneben wurden häufig Gallensäuren wie Deoxycholsäure oder Taurocholsäure in den Proben nachgewiesen. Alle genannten Stoffe deuten auf eine Beteiligung von tierischen Stoffwechselprozessen bei der Bildung von Shilajit hin, da sie typischerweise in tierischen Ausscheidungen gefunden werden.

 

Alle Proben wiesen Fremdstoffe auf. In mehreren Proben war zudem der Befund an Chlormequat auffällig, einem Wachstumsregulator, der in der Landwirtschaft eingesetzt wird. Nach unserer Einschätzung ist der Nachweis dieser Substanz mit der Bewerbung der Natürlichkeit für Shilajit unvereinbar. Auch wurden in 2 Proben lupinentypische Chinolizidinalkaloide wie Lupinin nachgewiesen. Der Ursprung dieser Fremdstoffe kann unsererseits nicht abschließend geklärt werden. Bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe sind mit hoher Wahrscheinlichkeit auf die lokal heimische Flora zurückzuführen – allerdings ist für Shilajit in der Regel nicht bekannt, woher es tatsächlich stammt.

 

In vier Proben wurden die Prozesskontaminanten 5-Hydroxymethylfurfural (5-HMF) und 4-Methylimidazol nachgewiesen. Vereinzelt wurden sehr hohe 5-HMF-Gehalte von über 4500 mg/kg bestimmt. Die genannten Stoffe entstehen bei der Hitzebehandlung zuckerreicher Lebensmittel im Rahmen der nichtenzymatischen Bräunung (Maillard-Reaktion) und sind daher Indikatoren für eine thermische Behandlung. Eine Bewerbung mit den Angaben „minimale“ oder „schonende“ Verarbeitung ist dann irreführend. In einigen dieser Proben wurde auch ein relevanter Gehalt an Zucker nachgewiesen. Es besteht der Verdacht, dass hier ein höherer Gehalt des teerähnlichen Naturstoffes durch simple Karamellisierung von Zucker vorgetäuscht wurde.

 

Zudem wurde bei einzelnen Proben nur ein auffällig geringer Gehalt der typischen Hippursäure sowie der phenolischen Begleitstoffe nachgewiesen. In einer der untersuchten Proben waren die Shilajit-typischen Substanzen überhaupt nicht nachweisbar. Bei diesen Proben besteht der begründete Verdacht, dass Shilajit nur in Spuren bzw. gar nicht enthalten war und dementsprechend eine Verbrauchertäuschung stattgefunden hat.

 

Elementgehalte

Shilajit wird vor allem im Internet und in den sozialen Medien hinsichtlich seines Mineralstoffgehaltes beworben. So waren werbende Angaben wie „reich an diversen Spurenelementen“ und „enthält über 85 Mineralien“ auch bei unseren Produkten keine Seltenheit. Fünf der zwölf untersuchten Proben wurden mit entsprechenden Hinweisen auf einen angeblich hohen Mineralstoffgehalt beworben.

 

Die Ergebnisse der Laboruntersuchung ergaben, dass in keinem Erzeugnis pro angegebener Tagesverzehrsmenge eine signifikante Menge der untersuchten Mineralstoffe wie z. B. Eisen, Magnesium oder Calcium enthalten war (Beispiel siehe Tabelle). Auslobungen hinsichtlich eines hohen Mineralstoffgehaltes sind daher rechtlich unzulässig.

 

Gehalt von Eisen für verschiedene nährwertbezogene Angaben sowie der bestimmte Gehalt in Shilajit (Mittelwert aus 12 Proben).
 
Gehalt an Eisen
Nährstoffbezugswert (NRV) nach VO (EU) 1169/2011
14,0 mg
Für die Angabe „enthält“ (15 % des NRV)
pro Portion

2,1 mg
Für die Angabe „hoher Gehalt“ (30 % des NRV)
pro Portion

4,2 mg
Bestimmter Gehalt in Shilajit (Mittelwert)
pro Portion

0,1 mg

 

Da es sich bei Shilajit um ein Naturprodukt handelt, schwanken die Gehalte der verschiedenen Elemente zudem stark; eine Standardisierung der Mineralstoffe in den angebotenen Nahrungsergänzungsmitteln scheint nicht üblich. Es ist daher davon auszugehen, dass die Zusammensetzung auch von Herkunft, Aufbereitung und Reinigungsverfahren abhängt.

 

Auch wenn Shilajit die versprochene Bewerbung hinsichtlich der Mineralstoffgehalte nicht einhalten kann, haben wir trotzdem eine gute Nachricht: keine der untersuchten Proben wies eine überhöhte Schwermetallbelastung auf!

 

MOSH/MOAH

Bei MOSH bzw. MOAH handelt es sich um gesättigte bzw. aromatische Mineralölkohlenwasserstoffe („mineral oil saturated/aromatic hydrocarbons“). Es sind unerwünschte Substanzen, welche üblicherweise als Kontamination über Verpackungen, Maschinen oder die Umwelt in Lebensmittel gelangen können und daher zu minimieren sind. Sofern der MOSH-Gehalt auf dem derzeit niedrigen durchschnittlichen Niveau gehalten wird, ist davon auszugehen, dass keine unmittelbare Gefahr von dem Lebensmittel ausgeht . Für andere Lebensmittel außer Nahrungsergänzungsmittel wurden bereits Orientierungswerte abgeleitet . Bei 4 von 12 untersuchten Proben lagen die ermittelten Ergebnisse mit bis zu 290 mg/kg MOSH deutlich über diesen festgelegten Werten. Ein gesundheitliches Risiko besteht vor allem bei MOAH, welches als potenziell krebserregend eingestuft wurde . Eine der untersuchten Proben wurde aufgrund des hohen MOAH-Gehaltes als nicht sicher und damit nicht verkehrsfähig beurteilt. Wie der Eintrag in das Produkt erfolgt, konnte unsererseits nicht geklärt werden.

 

Werbung

Auch unsere untersuchten Proben wurden mit umfangreichen Angaben auf Verpackung, Homepage und Social Media beworben. Bei 10 von 12 Proben wurden gesundheitsbezogenen Angaben z. B. hinsichtlich der Darmgesundheit, des Immunsystems oder „Shilajit als Verjüngungsmittel“ verwendet; diese Angaben sind unzulässig. Die gesundheitsbezogenen Angaben waren auch häufig in firmeneigenen Blogs zu finden, oft mit direkter Verlinkung zum Produkt. 83 % der untersuchten Proben wurden aufgrund von unzulässigen gesundheitsbezogenen Angaben beanstandet.

 

Bei einem Drittel der Proben wurden auch unzulässige krankheitsbezogene Angaben wie beispielsweise „entzündungshemmend“ oder „Verlangsamung der Alzheimer-Krankheit“ verwendet und mit scheinbaren Studien belegt.

 

Laborprüfung

Drei Viertel der Proben wurden zudem mit Angaben wie „laborgeprüft“ beworben. Nach unserer Auffassung suggeriert diese Angabe dem Verbraucher, dass eine umfassende Untersuchung hinsichtlich der Zusammensetzung, Qualität und Belastung mit Fremdstoffen stattgefunden hat. Der Blick auf die abrufbaren Laborzertifikate zeigt hingegen, dass lediglich die mikrobiologische Reinheit oder die Schwermetallbelastung überprüft wurden. Erzeugnisse werden zudem mit Angaben „rein“, „premium“ und „hochwertig“ beworben und vermitteln eine besonders hohe Qualität im Gegensatz zu vergleichbaren Produkten.

 

Aufgrund der umfangreichen Fremdstoffbefunde wird eine bessere Qualität vorgetäuscht als tatsächlich vorliegt. Daher wurden 8 von 9 als „laborgeprüft“ beworbene Proben unsererseits als irreführend eingestuft.

 

Vegan

Wird ein Lebensmittel als vegan ausgelobt, ist kein Inhaltsstoff tierischen Ursprungs oder wurde durch tierische Stoffe gewonnen. Aufgrund der Entstehung von Shilajit und der komplexen Zusammensetzung ist tierisches Eintragsmaterial nicht auszuschließen. Nach Angaben zweier Organisationen, die sich für die Aufklärung über Veganismus einsetzen, ist die Angabe „vegan“ jedoch zu akzeptieren, da es sich nicht um eine absichtliche Tötung oder Ausbeutung von Tieren handelt.

 

Die Bestandteile in Shilajit sind zwar ggf. auch tierischen Ursprungs, jedoch so weit zersetzt, dass unsererseits keine tierische DNA mehr nachgewiesen werden konnte. Von 12 untersuchten Proben trugen 7 die Angabe „vegan“.

 

Unser Fazit

Das angebliche „Wundermittel“ Shilajit enthält nach unseren Untersuchungen leider vieles, aber keine Wunder. Nach unserer Untersuchung von 12 Proben handelt es sich bei Shilajit um eine wenig definierte Masse ohne signifikanten Mengen an Mineralstoffen. Bei drei Proben besteht zudem der begründete Verdacht, dass sie Shilajit nicht bzw. nur in Spuren enthalten. Ein Drittel unserer Proben wies eine teils hohe Belastung an Mineralölkohlenwasserstoffen (MOSH) auf, eine Probe war sogar in größeren Mengen mit MOAH belastet.

 

Auf Instagram und TikTok erfolgen zahlreiche übertriebene gesundheitsfördernde Versprechungen. 83 % der untersuchten Proben wurden aufgrund von unzulässigen gesundheitsbezogenen Angaben beanstandet, bei 33 % wurden sogar unzulässige krankheitsbezogene Angaben verwendet. Alle Proben wurden als irreführend z. B. aufgrund der Angabe „laborgeprüft“ und/oder hinsichtlich ihrer Zusammensetzung beanstandet.

 

Das Bild spiegelt auch unsere Social-Media-Analyse wider. Über 85 % der Beiträge mit gesundheitsbezogener Werbung sind nach unserer Einschätzung unzulässig. Am häufigsten wird mit Angaben hinsichtlich der Energie/des Stoffwechsels, einer Verbesserung der kognitiven Fähigkeiten sowie der Männergesundheit in Form einer Steigerung des Testosteronspiegels geworben.

 

Unseren Untersuchungen zufolge steckt hinter dem Hype-Supplement aus dem Himalaya auf jeden Fall eins: cleveres Marketing.

 

Quellen

Ghosal, Shibnath. “Shilajit in Perspective” (2006), Alpha Science International Ltd.; ISBN 184265313X

 

Agarwal, S.P., Khanna, R., Karmarkar, R., Anwer, M.K. and Khar, R.K. (2007), Shilajit: a review, Phytother. Res., 21: 401–405, abgerufen am 20.04.2026

 

EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM), Update of the risk assessment of mineral oil hydrocarbons in food (2023), abgerufen am 26.03.2026

 

Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz Arbeitsgruppe Lebensmittel- und Bedarfsgegenstände, Wein und Kosmetika (ALB), Bund für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde e. V. (2019), Orientierungswerte für Mineralölkohlenwasserstoffe (MOH) in Lebensmitteln, abgerufen am 26.03.2026

 

Artikel erstmals erschienen am 29.04.2026