Rückstände und Kontaminanten in Frischgemüse aus konventionellem Anbau 2021

Ein Bericht aus unserem Laboralltag

Ellen Scherbaum, Florian Hägele und Marc Wieland

 

Zusammenfassung

Auch in 2021 zeigt sich die Pestizidbelastung von frischem Gemüse aus konventionellem Anbau weitgehend unverändert im Vergleich zum Vorjahr. Bei der Beanstandungsquote wegen Überschreitung des Höchstgehaltes, war aufgrund der Neufestsetzung der Rückstandshöchstgehalte des Wirkstoffes Chlorat – wie 2020 – ein deutlicher Rückgang zu beobachten. Während in 2019 noch 18 % der Proben wegen mindestens einer Überschreitung des Höchstgehaltes zu beanstanden waren, sank die Beanstandungsquote in 2021 auf 7 % (2020 5 %). Werden in den Vorjahren formale Beanstandungen des Stoffes Chlorat nicht berücksichtigt, so zeigt sich die Beanstandungsquote auf ähnlichem Niveau. Abgesehen von fünf Proben (2x Melone, 1x Römischer Salat, 1x Grünkohl und 1x Zucchini) waren die nachgewiesenen Pestizidgehalte gesundheitlich unbedenklich. Gemüse aus Deutschland und anderen EU-Ländern schneidet vergleichsweise gut ab. Problematisch im Jahr 2021: Gemüse mit Ursprung Türkei. Unser Tipp generell: Waschen Sie Gemüse vor dem Verzehr mit warmem Wasser ab, ein Teil der Rückstände lässt sich so entfernen.

 

Schmuckelement.

Überblick

Das CVUA Stuttgart hat im Jahr 2021 insgesamt 893 Proben Frischgemüse aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 700 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht (über 1000 Stoffe inklusive Screening Methoden). 814 dieser Proben (91 %) wiesen Rückstände von insgesamt 229 verschiedenen Pestizid-Wirkstoffen auf, siehe Anlage 3 (2020: 219 Wirkstoffe, 2019: 226 Wirkstoffe, 2018: 219, 2017: 227, 2016: 202). Insgesamt wurden 4291 Rückstände quantifiziert (gemäß den gesetzlichen Rückstandsdefinitionen, siehe auch Anlage 4). Bei 61 Gemüseproben (7 %) wurden Rückstände über dem gesetzlich festgelegten Höchstgehalt festgestellt (siehe Tabelle 1).

 

Im Vergleich zu den Vorjahren, in denen die Beanstandungsquoten vergleichsweise hoch waren (2020: 5 %, 2019: 18 %, 2018: 21 %, 2015, 2016 und 2017: 16 %), liegt die Zahl der beanstandeten Proben in 2021 etwas höher als im Vorjahr, deutlich niedriger allerdings als die Jahre davor. Ursächlich hierfür ist die Neufestlegung von Rückstandshöchstgehalten für das polare Pestizid Chlorat in 2020 von einem pauschalen Standardhöchstgehalt von 0,01 mg/kg Probe hin zu, in der Regel höheren, spezifischen Rückstandshöchstgehalten. In 2021 wurde lediglich in zwei Proben (Gurke, Römischer Salat) ein Chlorat-Gehalt über dem neuen spezifischen Grenzwert festgestellt, wohingegen in 2019 noch insgesamt 129 Gemüseproben aus konventionellem Anbau den ehemals geltenden, pauschalen Höchstgehalt von Chlorat in Höhe von 0,01 mg/kg Probe überschritten.

 

Werden formale Beanstandungen von Chlorat in den Vorjahren nicht berücksichtigt (Beanstandungsquote aufgrund von Höchstgehaltsüberschreitungen ohne Chlorat in 2020: 5 %; 2019: 4,9 %, 2018: 5,1 %; 2017: 4,6 %), so stellt sich die Beanstandungsquote in 2021 jedoch leicht erhöht dar.

 

Ergebnisse im Detail

Alle Proben wurden routinemäßig mit der QuEChERS-Multi-Methode und mit der QuPPe-Methode (für sehr polare Stoffe; siehe auch quppe.eu) auf ca. 700 Stoffe untersucht (über 1000 Stoffe inklusive Screening Methoden). Tabelle 1 gibt einen Überblick über die untersuchten Proben Frischgemüse aufgeschlüsselt nach dem Herkunftsgebiet.

 

Tabelle 1: Rückstände an Pestiziden in Gemüseproben aus konventionellem Anbau differenziert nach Herkunft (CVUAS 2021)
Frischgemüse
Proben
Inland
Proben anderer EU-Länder
Proben
Drittländer
Proben unbekannter Herkunft
Proben
Gesamt
Anzahl Proben
363
320
174
36
893
davon mit Rückständen
315 (87 %)
302 (94 %)
162 (93 %)
35 (97 %)
814 (91 %)
Proben über Höchstgehalt
13 (4 %)
12 (4 %)
32 (18 %)
4 (11 %)
61 (7 %)
mittlerer Pestizidgehalt (mg/kg)
1,5
2,3
1,2
1,7
1,7
mittlerer Pestizidgehalt ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe) (mg/kg)*
0,37
043
0,40
0,42
0,40
Stoffe pro Probe
3,8
5,5
5,6
5,7
4,8

* Aufgrund der durchschnittlich vergleichsweise hohen Fosetyl (Summe) und Bromid Rückstände wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe stark beeinflusst. Deswegen wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe auch ohne Fosetyl (Summe) und Bromid angegeben.

 

Die Proben kamen aus mindestens 29 verschiedenen Herkunftsländern, wobei die Mehrzahl aus Deutschland (363), Spanien (166), Italien (75), der Türkei (62), Marokko (57) und Niederlande (43) stammten. Bei 36 Proben war die Herkunft nicht bekannt.

 

Beim Vergleich der Anzahl an Stoffe pro Probe muss berücksichtigt werden, dass die einzelnen Kulturen in den verschiedenen klimatischen Zonen einem unterschiedlich starken Schädlingsdruck ausgesetzt sind. Entsprechend individuell und unterschiedlich sind somit auch die erforderlichen Pflanzenschutzmaßnahmen. Im Schnitt wurden 4,8 verschiedene Wirkstoffe pro Probe nachgewiesen, wobei deutsche Proben mit 3,8 Wirkstoffen pro Probe am besten abschnitten. Der mittlere Pestizidgehalt lag bei den untersuchten Gemüseproben bei 0,40 mg/kg (ohne Bromid und Fosetyl (Summe)). Für inländische Proben lag der mittlere Pestizidgehalt (ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe)) mit 0,37 mg/kg auf vergleichbarem Niveau.

 

Betrachtet man die Herkunftsländer mit der höchsten Quote an Überschreitungen genauer (> 10 %), so zeigt sich, dass überwiegend Drittländer vertreten sind (siehe Tabelle 2).

 

Tabelle 2: Überschreitungen von Höchstgehalten in Gemüseproben aus konventionellem Anbau, Probenzahlen pro Land > 5 (CVUAS 2021)
Land Länderkategorie
Probenzahl
Proben > Höchstgehalt (%)
Türkei Drittland
62
21 (34 %)
Ägypten Drittland
11
2 (18 %)
Frankreich EU-Land
7
1 (14 %)
China Drittland
8
1 (13 %)
Unbekannt -
36
4 (11 %)
Italien
EU-Land
75
4 (5 %)
Marokko
Drittland
57
3 (5 %)
Deutschland
EU-Land
363
13 (4 %)
Spanien
EU-Land
166
5 (3 %)

 

Infokasten

Rückstandshöchstgehalte

Rückstandshöchstgehalte sind keine toxikologischen Endpunkte oder toxikologische Grenzwerte. Sie werden aus Rückstandsversuchen abgeleitet, die unter realistischen Bedingungen durchgeführt werden. Danach erfolgt eine Gegenüberstellung der zu erwartenden Rückstände mit den toxikologischen Grenzwerten, um die gesundheitliche Unbedenklichkeit bei lebenslanger und ggf. einmaliger Aufnahme sicherzustellen.

 

Rückstandshöchstgehalte regeln den Handel und dürfen nicht überschritten werden. Ein Lebensmittel mit Rückständen über dem Rückstandshöchstgehalt ist nicht verkehrsfähig, darf also nicht verkauft werden. Nicht jede Überschreitung von Rückstandshöchstgehalten geht jedoch mit einem gesundheitlichen Risiko einher. Hier ist eine differenzierte Betrachtung erforderlich.

 

BVL-Broschüre, Pflanzenschutzmittel – sorgfältig geprüft, verantwortungsvoll zugelassen, November 2009

 

Fünf der 2021 untersuchten Gemüseproben aus konventionellem Anbau wiesen Gehalte auf, die bei der Anwendung des EFSA PRIMo-Modells der EU eine Ausschöpfung der ARfD über 100 % ergab:

  • Grünkohl aus Deutschland mit Acetamiprid, Lambda-Cyhalothrin und Nikotin-Rückständen
  • Romanasalat aus Spanien mit Chlorat-Rückständen
  • Zucchini aus der Türkei, mit Fosthiazat-Rückständen
  • Honigmelone aus der Türkei, mit Fosthiazat-Rückständen
  • Melone aus Italien mit Methomyl-Rückständen.

Die ersten drei Proben wurden als für den Verzehr durch den Menschen ungeeignet und damit nicht sicher (i. S. von Artikel 14 Absatz 2 Buchstabe a oder Absatz 2 Buchstabe b VO (EG) Nr. 178/2002) beurteilt. Bei den Melonen muss bei der toxikologischen Bewertung noch berücksichtigt werden, dass die Schale in der Regel nicht mit verzehrt wird, die bei der Untersuchung jedoch nicht entfernt wird (Überprüfung der guten landwirtschaftlichen Praxis).

 

Infokasten

Akute Referenzdosis (Acute Reference Dose, ARfD)

Zur Bewertung von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen, die eine hohe akute Toxizität aufweisen und schon bei einmaliger oder kurzzeitiger Aufnahme gesundheitsschädliche Wirkungen auslösen können, eignet sich der ADI-Wert (acceptable daily intake) nur eingeschränkt. Da er aus längerfristigen Studien abgeleitet wird, charakterisiert er eine akute Gefährdung durch Rückstände in der Nahrung möglicherweise unzureichend. Deshalb wurde neben dem ADI-Wert ein weiterer Expositionsgrenzwert eingeführt, die sogenannte akute Referenzdosis (acute reference dose, ARfD). Die Weltgesundheitsorganisation hat die ARfD als diejenige Substanzmenge definiert, die über die Nahrung innerhalb eines Tages oder mit einer Mahlzeit aufgenommen werden kann, ohne dass daraus ein erkennbares Gesundheitsrisiko für den Verbraucher resultiert. Anders als der ADI- wird der ARfD-Wert nicht für jedes Pflanzenschutzmittel festgelegt, sondern nur für solche Wirkstoffe, die in ausreichender Menge geeignet sind, schon bei einmaliger Exposition die Gesundheit zu schädigen.

 

» EU Pesticides database

» EFSA calculation model Pesticide Residue Intake Model “PRIMo”– revision 3.1

 

In den Tabellen 3 bis 7 sind die Ergebnisse der Rückstandsuntersuchungen bei Gemüse differenziert nach Gemüsesorten aufgeführt. Anlage 1 listet die Höchstgehaltsüberschreitungen in konventionell erzeugtem Frischgemüse auf, Anlage 2 und 3 zeigen die Häufigkeitsverteilung der nachgewiesenen Wirkstoffe.

 

Tabelle 3: Rückstände in Gemüseproben aus konventionellem Anbau differenziert nach Sorten (CVUAS 2020)
Matrix
Anzahl
Proben
Proben mit Rückständen
Proben mit Mehrfach-rück-ständen
Proben > Höchstgehalt
Anzahl Befunde > Höchstgehalt
Stoffe über dem Höchstgehalt*
Blattgemüse
314
293 (93 %)
265 (84 %)
17 (5 %)
19
Nikotin (7x); Dithiocarbamate (3x); Acetamiprid (2x); Chlorat; Pyridalyl; Bromid; Spirodiclofen; Lambda-Cyhalothrin; BAC (n=8, 10, 12, 14, 16, 18); Flupyradifuron
Fruchtgemüse
392
360 (92 %)
327 (83 %)
32 (8 %)
42
Chlorpyrifos-methyl (10x); 4-CPA (4x); Fosetyl, Summe (4x); Ethephon (2x); Dimethoat (2x); Acetamiprid (2x); Fosthiazat (2x); Flonicamid, Summe (2x); Captan Summe (2x); Chlormequat (2x); Chlorat; Dichlorvos; Fenamiphos, Summe; Omethoat; Methomyl; Diflubenzuron; Penconazol; Fluazinam; Tebufenpyrad; Cyflumetofen
Sprossgemüse
104
85 (82 %)
49 (47 %)
7 (7 %)
7
Fosetyl, Summe (5x); Fluazifop, Summe; Flonicamid, Summe
Wurzelgemüse
83
76 (92 %)
73 (88 %)
5 (6 %)
6
Fosetyl, Summe; Chlorpyrifos; Thiamethoxam; Clothianidin; Cypermethrin, Summe; Captan Summe
SUMME
893
814 (91 %)
714 (80 %)
61 (7 %)
74
 

* einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über dem Höchstgehalt

 

Darstellung der Ergebnisse für die einzelnen Gemüsesorten

Blattgemüse enthielt im Mittel 5,6 verschiedene Wirkstoffe und wies mit 0,87 mg Pestizidrückstände pro kg (mittlerer Pestizidgehalt ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe)) den höchsten Rückstandsgehalt von allen Gemüsesorten auf. Besonders Kräuter und Salate enthalten häufiger zahlreiche Pestizide und auch höhere Gehalte. Spitzenreiter war eine Probe Petersilie aus Italien mit 24 verschiedenen Wirkstoffen (siehe auch Abbildung 1).

 

Tabelle 4: Rückstände in Blattgemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrix
Anzahl Proben
Proben mit Rückständen
Proben mit Mehrfach-rückständen
Proben > Höchstgehalt
Stoffe über dem Höchstgehalt**
Basilikum
7
7 (100 %)
5 (71 %)
1 (14 %)
Dithiocarbamate
Bataviasalat
3*
3
2
-
-
Bleichsellerie
16
16 (100 %)
16 (100 %)
-
-
Chicoree
12
12 (100 %)
12 (100 %)
-
-
Chinakohl
4
4
4
1
Acetamiprid
Dill
5
5 (100 %)
5 (100 %)
-
-
Eichblattsalat
9
9 (100 %)
7 (78 %)
-
-
Eisbergsalat
42
40 (95 %)
39 (93 %)
-
-
Endivie
2
2
2
-
-
Feldsalat
12
11 (92 %)
11 (92 %)
-
-
Grünkohl
3
3
3
3
Nikotin (3x); Acetamiprid; Lambda-Cyhalothrin
Kopfsalat
16
14 (88 %)
12 (75 %)
-
-
Koriander
1
1
1
-
-
Lauchzwiebel
6
6 (100 %)
6 (100 %)
1 (17 %)
Pyridalyl
Lollo
5
5 (100 %)
4 (80 %)
-
-
Löwenzahn
1
1
1
-
-
Mangold
7
6 (86 %)
6 (86 %)
-
-
Minze
2
2
2
-
-
Pak-Choi
3
3
3
-
-
Petersilienblätter
21
21 (100 %)
21 (100 %)
1 (5 %)
Spirodiclofen
Porree
6
4 (67 %)
4 (67 %)
-
-
Radiccio
2
2)
1
-
-
Röm. Salat
9
9 (100 %)
9 (100 %)
2 (22 %)
Chlorat; Dithiocarbamate
Rosenkohl
19
18 (95 %)
18 (95 %)
-
-
Rotkohl
7
6 (86 %)
3 (43 %)
-
-
Rucola
26
26 (100 %)
25 (96 %)
3 (12 %)
Nikotin (2x); Dithiocarbamate
Schnittlauch
13
12 (92 %)
11 (85 %)
1 (8 %)
BAC (n = 8, 10, 12, 14, 16, 18)
Spinat
21
18 (86 %)
13 (62 %)
4 (19 %)
Nikotin (2x); Bromid; Flupyradifuron
Thymian
1
1
1
-
-
Weißkohl
21
15 (71 %)
10 (48 %)
-
-
Wirsingkohl
3
3
3
-
-
Zitronengras
3
3
0
-
-
Radieschenblätter
1
1
1
-
-
Rosmarin
3
3
3
-
-
Salbei
1
0
0
-
-
Zuckerhutsalat
1
1
1
-
-
SUMME
314
293 (93 %)
265 (84 %)
17 (6 %)
 

* Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe
** einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über dem Höchstgehalt

 

Die Mehrzahl der Höchstgehaltüberschreitungen bei Blattgemüse betraf den Stoff Nikotin, Dithiocarbamate und Acetamiprid.

 

Fruchtgemüse enthielt im Mittel 5,0 verschiedene Wirkstoffe aber nur 0,18 mg Pestizidrückstände pro kg Probe (mittlerer Pestizidgehalt ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe)), d. h. die nachgewiesenen Stoffe sind häufig nur in kleinen Konzentrationen vorhanden. Dies lässt nicht zwangsläufig darauf schließen, dass Fruchtgemüse während der Vegetation weniger häufig oder in kleineren Konzentrationen mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wird als andere Gemüsearten, vielmehr werden viele Gemüsesorten nach der Ernte gewaschen und so von Rückständen befreit. In den letzten Jahren wurde die Nacherntebehandlung zunehmend automatisiert und hat sich weit verbreitet.

 

Paprikas, Auberginen, Melonen und grüne Bohnen enthalten häufiger zahlreiche Pestizide. Spitzenreiter waren eine Probe Paprika aus der Türkei mit 17 verschiedenen Wirkstoffen (siehe auch Abbildung 1). Aufgrund von Höchstmengenüberschreitungen mussten 19 Erzeugnisse aus der Türkei (33 %) beanstandet werden. Es handelte sich hauptsächlich um Paprika (12x) und Melonen (3x). Auffällig, dass es sich in 10 Fällen um das Insektizid Chlorpyrifos-Methyl handelte. Für diesen Stoff wurde der Höchstgehalt in der EU im Jahr 2021 aus toxikologischen Gründen auf 0,01 mg/kg abgesenkt. Vermutlich haben sich die türkischen Erzeuger nicht rechtzeitig auf die neue Rechtslage eingestellt.

 

Infokasten

Was sind Melonen, Obst oder Gemüse?

Vielleicht sind Sie überrascht die Melonen hier in der Auswertung für Gemüse zu finden. Was ist denn der Unterschied?

Obst wird häufig in rohem Zustand verzehrt, ist zucker- und säurereich und in reifem Zustand weich und leicht zu kauen. Es handelt sich überwiegend um die Früchte mehrjähriger holziger Gewächse.

Gemüse sind essbare Teile einjähriger krautiger Pflanzen. Man unterscheidet je nachdem welcher Teil verzehrt wird zwischen Blattgemüse, Fruchtgemüse, Sprossgemüse und Wurzelgemüse. Gemüse werden häufig in gekochtem Zustand verzehrt. Sie enthalten in der Regel wenig Zucker und Säure und sind zum Teil sehr fest.

Melonen gehören zu den Kürbisgewächsen, sind also ein Fruchtgemüse, allerdings untypisch süß und weich, so dass sie wie Obst verwendet werden.

 

Tabelle 5: Rückstände in Fruchtgemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrix
Anzahl Proben*
Proben mit Rückständen
Proben mit Mehrfach-rückständen
Proben > Höchstgehalt
Stoffe über dem Höchstgehalt**
Aubergine
33
33 (100 %)
29 (88 %)
1 (3 %)
4-CPA
Bohne grüne
39
37 (95 %)
33 (85 %)
4 (10 %)
Fosetyl, Summe (3x); Penconazol
Erbse mit Schote
7
6 (86 %)
6 (86 %)
2 (29 %)
Dimethoat (2x); Omethoat
Gemüsepaprika
103
100 (97 %)
94 (91 %)
13 (13 %)
Chlorpyrifos-methyl (10x); Acetamiprid (2x); Chlormequat; Cyflumetofen; Ethephon; Flonicamid, Summe; Fluazinam; Tebufenpyrad
Gurke
51
49 (96 %)
46 (90 %)
4 (8 %)
Chlorat; Chlormequat; Dichlorvos; Flonicamid, Summe
Kürbis
5
2 (40 %)
1 (20 %)
-
 
Melone
34
33 (97 %)
32 (94 %)
4 (12 %)
4-CPA; Captan Summe; Ethephon; Fenamiphos, Summe; Fosthiazat; Methomyl
Okraschote
2*
2
2
1
Diflubenzuron
Peperoni
5
5 (100 %)
5 (100 %)
-
-
Puffbohne mit Schote
3
2
1
1
Captan Summe; Fosetyl, Summe
Tomate
37
28 (76 %)
24 (65 %)
-
-
Zucchini
72
62 (86 %)
53 (74 %)
2 (3 %)
4-CPA (2x); Fosthiazat
Sonstiges
1
1
1
-
-
SUMME
392
360 (92 %)
327 (83 %)
32 (12 %)
 

* Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe
** einzelne Proben enthielten mehr als nur einen Stoff über dem Höchstgehalt

 

Sprossgemüse enthielt im Mittel 2,0 verschiedene Wirkstoffe und 0,08 mg Pestizidrückstände pro kg Probe (mittlerer Pestizidgehalt ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe)) und hat damit die geringsten Rückstände von den verschiedenen Gemüsegruppen.

 

Tabelle 6: Rückstände in Sprossgemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrix
Anzahl Proben*
Proben mit Rückständen
Proben mit Mehrfach-rückständen
Proben > Höchstgehalt
Stoffe über dem Höchstgehalt
Artischocke
2*
1
1
-
-
Blumenkohl
3
2
1
-
-
Broccoli
20
16 (80 %)
14 (70 %)
1 (5 %)
Fluazifop, Summe
Fenchel
7
7 (100 %)
6 (86 %)
-
-
Knoblauch
5
2 (40 %)
2 (40 %)
-
-
Kohlrabi
25
20 (80 %)
11 (44 %)
1 (4 %)
Flonicamid, Summe
Spargel
30
27 (90 %)
6 (20 %)
5 (17 %)
Fosetyl, Summe (5x)
Zwiebel
10
9 (90 %)
7 (70 %)
-
-
Getreidekeimling
1
0
0
-
-
Sojakeimling
1
1
1
-
-
SUMME
104
85 (82 %)
49 (47 %)
7 (3 %)
 

* Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

 

Auffälligerweise war bei Spargel aus Deutschland in fünf Fällen (22 % Proben) der Höchstgehalt für Fosetyl, Summe überschritten worden. Der Wirkstoff ist in Deutschland begrenzt bis 30. April 2022 zugelassen, allerdings nur für die Anwendung bei Spargeljungpflanzen gegen Wurzelfäule (Phytium).

 

Wurzelgemüse enthielt im Mittel 4,3 Wirkstoffe pro Probe und vergleichsweise geringe 0,096 mg Pestizidrückstände pro kg Probe (mittlerer Pestizidgehalt ohne Bromid und ohne Fosetyl (Summe)), d. h. die festgestellten Stoffe waren häufig nur in Spuren vorhanden.

 

Tabelle 7: Rückstände in Wurzelgemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrix
Anzahl Proben
Proben mit Rückständen
Proben mit Mehrfach-rückständen
Proben > Höchstgehalt
Stoffe über dem Höchstgehalt
Ingwer
6
6 (100 %)
6 (100 %)
2 (33 %)
Clothianidin; Fosetyl, Summe; Thiamethoxam
Knollensellerie
20
20 (100 %)
20 (100 %)
-
-
Mohrrübe
24
22 (92 %)
22 (92 %)
-
-
Pastinake
2*
2
2 (100 %)
-
-
Radieschen
16
15 (94 %)
14 (88 %)
-
-
Rettich
5
3 (60 %)
2 (40 %)
-
-
Rote Bete
6
4 (67 %)
3 (50 %)
-
-
Kohlrübe
2
2
2
2
Captan Summe; Chlorpyrifos
Teltower Rübchen
2
2
2
1 (50 %)
Cypermethrin, Summe
SUMME
83
76 (92 %)
73 (88)
5 (20 %)
-

* Probenzahl unter 5 keine prozentuale Angabe

 

Mehrfachrückstände

Rückstände mehrerer Pestizide waren auch im Jahr 2021 bei Gemüse sehr häufig nachweisbar: 714 Gemüseproben (80 %) wiesen Mehrfachrückstände auf. Abbildung 1 zeigt Mehrfachrückstände in den verschiedenen Gemüsesorten aus dem Berichtsjahr. Die Rückstandsbefunde sind sehr stark von den untersuchten Proben und deren Herkunft abhängig. Da jedes Jahr andere Schwerpunkte gesetzt werden oder risikoorientiert bestimmte aktuelle Fragestellungen bearbeitet werden, sind die Ergebnisse eines Jahres als nicht repräsentativ anzusehen, und somit nur bedingt vergleichbar.

 

Infokasten

Mehrfachrückstände

Wird in oder auf einem Lebensmittel gleichzeitig mehr als ein Pflanzenschutzmittelwirkstoff nachgewiesen, spricht man von Mehrfachrückständen. Für das Auftreten dieser Mehrfachrückstände ist grundsätzlich eine Vielzahl von Ursachen denkbar. Neben der Anwendung unterschiedlicher Wirkstoffe während der Wachstumsphase zur Bekämpfung verschiedener Schadorganismen können sie beispielsweise auf die Anwendung von Kombinationspräparaten mit mehreren Wirkstoffen oder einen gezielten Wirkstoffwechsel zur Vermeidung der Entwicklung von Resistenzen bei Schaderregern zurückzuführen sein. Auch während der Lagerung und/oder beim Transport ist eine weitere Anwendung bzw. eine Übertragung von kontaminierten Transportbehältern oder Förderbändern möglich. Geringe Wirkstoffrückstände können von vorangegangenen Anwendungen oder durch Abdrift bei Pflanzenschutzmaßnahmen von benachbarten Feldern stammen. Des Weiteren setzen sich manche Proben aus Partien von verschiedenen Erzeugern zusammen, die unterschiedliche Wirkstoffe angewendet haben. Darüber hinaus kann auch eine nicht ausreichende Umsetzung der guten landwirtschaftlichen Praxis bei der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln nicht immer ausgeschlossen werden.

 

Quelle: BVL Hintergrundinformation: Mehrfachrückstände von Pflanzenschutzmitteln in und auf Lebensmitteln

 

Abbildung 1a: Balkendiagramm Mehrfachrückstände in Blattgemüse (CVUAS 2021).

 

Abbildung 1b: Balkendiagramm Mehrfachrückstände in Fruchtgemüse (CVUAS 2021).

 

Abbildung 1c: Balkendiagramm Mehrfachrückstände in Sprossgemüse (CVUAS 2021).

 

Abbildung 1d: Balkendiagramm Mehrfachrückstände in Wurzelgemüse (CVUAS 2021).

Abbildung 1: Mehrfachrückstände in den verschiedenen Gemüsearten (CVUAS 2021)

 

Einzelne Stoffe mit Besonderheiten

Phosphonsäure und Fosetyl

Rückstände an Phosphonsäure können als Folge der Anwendung der fungiziden Pflanzenschutzmittelwirkstoffe Fosetyl und Salze der Phosphonsäure (in Deutschland im Obst- und Gemüsebau, z. B. bei Gurke, Salate, Paprika und frische Kräuter zugelassen) sowie aus früheren Anwendungen von Pflanzenstärkungsmitteln (sog. Blattdünger) auftreten.

 

Als gesetzlicher Höchstgehalt ist für den Wirkstoff Phosphonsäure ein Summenhöchstgehalt mit Fosetyl-Al (Summe aus Fosetyl und Phosphonsäure und deren Salzen, ausgedrückt als Fosetyl) festgesetzt. In Gemüseproben wurde Phosphonsäure in 133 Proben, das entspricht 14,9 % aller untersuchten Gemüseproben, mit Gehalten bis zu 57 mg/kg Phosphonsäure (entspricht 76,6 mg Fosetyl, Summe) nachgewiesen. In lediglich vier Proben wurde der Wirkstoff Fosetyl per se nachgewiesen (Gurke 2x, Melone, Kopfsalat). Zehn Proben wurden wegen einer Überschreitung des Höchstgehaltes beanstandet (siehe Anlage 1). Aufgrund der vergleichsweise hohen Rückstände an Phosphonsäure bzw. Fosetyl (Summe) wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe stark beeinflusst. In Tabelle 1 wird der mittlere Pestizidgehalt pro Probe deshalb auch ohne Fosetyl (Summe) angegeben.

 

Infokasten

Phosphonsäure und Fosetyl

Sowohl Fosetyl als auch Phosphonsäure sind in der EU zugelassene fungizide Wirkstoffe, die unabhängig vom Eintragsweg unter den Anwendungsbereich der VO (EG) Nr. 396/2005 fallen.
Neben der Anwendung als Fungizid ist ferner ein Eintrag durch Düngemittel (sog. Blattdünger), die Phosphonate (Salze der Phosphonsäure) enthalten, denkbar. Diese Anwendung ist jedoch durch die Einstufung der Phosphonate als Fungizide seit dem Erntejahr 2014 nicht mehr möglich. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass die Pflanzen Phosphonsäure speichern und erst im Laufe der Zeit abgeben, so dass auch Jahre später noch Befunde auf eine früher zulässige Blattdünung zurückgehen können.

 

Tabelle 8: Phosphonsäure und Fosetyl-Rückstände in Gemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrixgruppe Parametername
Anzahl positiver Befunde
Bereich (mg/kg)
Blattgemüse Fosetyl
1
0,023
Phosphonsäure
52
0,15 – 57
Fosetyl, Summe (berechnet)
52 (16,6 %)
0,2 – 76,6
Fruchtgemüse Fosetyl
3
0,12 – 0,26
Phosphonsäure
64
0,094 – 20,6
Fosetyl, Summe (berechnet)
64 (16,3 %)
0,13 – 27,7
Sprossgemüse Phosphonsäure
8
0,37 – 6,9
Fosetyl, Summe (berechnet)
8 (7,7 %)
0,50 – 9,3
Wurzelgemüse Phosphonsäure
9
0,12 – 1,8
Fosetyl, Summe (berechnet)
9 (10,8 %)
0,16 – 2,4

 

Bromid

Bromid (Abbauprodukt des Begasungsmittels Methylbromid) ist z. T. in hohen Mengen in Gemüseproben anzutreffen. Bromid kann aber auch aus dem Boden stammen und damit natürlichen Ursprungs sein. Ferner gibt es Hinweise darauf, dass in meeresnahen Böden die natürlichen Gehalte an Bromid höher sein können, dies gibt Italien häufig als Ursache an. Aus diesem Grund wurden zur Auswertung nur Gehalte > 10 mg/kg aufgeführt, da man erst ab diesem Wert von einer Anwendung des Begasungsmittels Methylbromid ausgehen kann. Bromidgehalte > 10 mg/kg wurden in 22 Proben mit Gehalten bis zu 54,3 mg/kg (Spinat) nachgewiesen. Bei dieser Spinatprobe aus Frankreich war sogar nominell der Höchstgehalt an Bromid überschritten. Da der mittlere Pestizidgehalt sehr stark durch die hohen Gehalte beeinflusst wurde, erfolgte die Auswertung in Tabelle 1 auch ohne Bromid.

 

Methylbromid war, wegen seiner schnellen und effektiven Wirkung, lange Zeit ein weit verbreitetes Begasungsmittel. Jedoch ist Methylbromid sehr schädigend für die Ozonschicht. Deswegen schlossen 175 Länder 1987 einen internationalen Vertrag (The Montreal Protocol) ab, indem sie sich dazu verpflichteten, den Einsatz von Methylbromid als Begasungsmittel bis 2015 zu begrenzen und alternative Begasungsmittel einzusetzen. Seit 2015 ist der Einsatz von Methylbromid weltweit stark eingeschränkt. Somit ist mit einem rückläufigen Trend der Bromidgehalte in den nächsten Jahren zu rechnen.

 

Tabelle 9: Bromid-Rückstände > 10 mg/kg in Gemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Matrix Herkunftsland Gehalt in der Probe (mg/kg)
Aubergine Italien
23,4
Basilikum Kenia
12,8
unbekannt
24,8
Bleichsellerie Spanien (4x)
18,2 / 10,1 / 14,5 / 17,5
Dill Spanien (2x)
31,0 / 12,5
Mangold Italien (2x)
21,5 / 17,1
Radieschenblätter Deutschland
10,4
Rucola Deutschland (2x)
Italien (4x)
unbekannt
12,2 / 18,8
13,9 / 14,9 / 21,1 / 27,1
15,2
Spinat Italien
Frankreich
19,2
54,3
Tomate Deutschland
12,2

 

Nikotin

Immer wieder findet das CVUA Stuttgart Rückstände des in der EU nicht mehr zugelassenen Pestizidwirkstoffs Nikotin in Gemüse. Neben einer gezielten Anwendung von Nikotin als Pflanzenschutzmittel oder als Tabaksud als vermeintlich ökologisches Mittel können die Nikotingehalte auch aus natürlichen Gehalte der Pflanze selbst oder durch Kontamination mit Tabakstäuben oder Raucherhänden resultieren (siehe hierzu auch [1]). Insgesamt wurden im Berichtsjahr sieben auffällige Befunde über dem gesetzlich festgelegten Rückstandshöchstgehalt festgestellt (Grünkohl 3x, Spinat 2x, Rucola 2x).

 

Wie schneidet TK-Gemüse ab?

Zusätzlich zu den 893 Frischobstproben wurden in 2021 auch insgesamt 48 Proben tiefgekühlte Gemüseproben aus konventionellem Anbau auf Rückstände von über 750 verschiedenen Pestiziden, Pestizidmetaboliten sowie Kontaminanten untersucht. Bei 31 Proben war die Herkunft unbekannt (die Herkunftsangabe ist auf verpackter Tiefkühlware nicht verpflichtend), sieben Proben stammten aus Spanien, vier aus Deutschland, drei aus Belgien, zwei aus Ägypten und jeweils eine aus Frankreich und Portugal. 94 % der Proben wiesen Mehrfachrückstände von Pestizid-Wirkstoffen auf. Bei 5 Proben TK Gemüse wurden Höchstgehaltsüberschreitungen festgestellt: eine Probe Spargel unbekannter Herkunft enthielt den Wachstumsregulator Chlormequat über dem Höchstgehalt, bei 4 Proben (2x Okra aus Ägypten, 1x Gemüsepaprika aus Portugal, 1x Schnittlauch mit Herkunft Deutschland) war die Höchstmenge für Chlorat überschritten. Damit liegt die Beanstandungsquote bei 10 % und damit sogar höher als bei frischem Gemüse (7 %). Tabelle 10 zeigt die Untersuchungsergebnisse in der Übersicht.

 

Tabelle 10: Rückstände in TK-Gemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Erzeugnis
Probenzahl
Mit Rückständen
> Höchstgehalt
Broccoli tiefgefroren
6
6
 
Dill tiefgefroren
1
1
 
Erbse tiefgefroren
13
13
 
Gemüsepaprika tiefgefroren
1
1
1
Grüne Bohne tiefgefroren
4
4
 
Küchenkräuter tiefgefroren
1
1
 
Mohrrübe tiefgefroren
1
1
 
Okra tiefgefroren
2
2
2
Puffbohne tiefgefroren
1
1
 
Rosenkohl tiefgefroren
2
2
 
Schnittlauch tiefgefroren
6
6
1
Spargel tiefgefroren
1
1
1
Spinat tiefgefroren
9
9
 
GESAMT
48
48
5

 

Fazit: die Rückstandssituation von Frischgemüse und TK-Gemüse kann abweichen, da die Erzeugnisse z. T. aus ganz anderen Herkunftsländern stammen (Die Herkunft von TK-Ware ist für den Verbraucher häufig nicht erkennbar). Zwar werden durch die Verarbeitung Rückstandsgehalte in der Regel reduziert, es können jedoch auch neue Prozess-Kontaminanten dazu kommen. Im vorliegenden Fall auffällig die hohe Anzahl an Chloratbefunden über dem Höchstgehalt, die vermutlich aus der Verarbeitung stammt.

 

Bildernachweis

CVUA Stuttgart, Pestizidlabor

 

Quellen

[1] CVUAS, Nikotin in Lebensmitteln – was hat Rauchen damit zu tun?

 

Anlagen

Anlage 1: Stoffe mit Höchstgehaltüberschreitungen aufgeschlüsselt nach Gemüseart und Herkunftsland (CVUAS 2021)
Wirkstoff Höchstgehaltüberschreitungen bei
4-CPA Zucchini (Türkei 2x); Aubergine (Italien); Melone (Türkei)
Acetamiprid Gemüsepaprika (Türkei 2x); Chinakohl (Polen); Grünkohl (Deutschland)
BAC (n=8-18) Schnittlauch (Kenia)
Bromid Spinat (Frankreich)
Captan Summe Puffbohne mit Schote (Türkei); Melone (Türkei); Kohlrübe (Türkei)
Chlorat Gurke (Spanien); Römischer Salat (Spanien)
Chlormequat Gemüsepaprika (Spanien); Gurke (Türkei)
Chlorpyrifos Kohlrübe (unbekannt)
Chlorpyrifos-methyl Gemüsepaprika (Türkei 10x)
Clothianidin Ingwer (unbekannt)
Cyflumetofen Gemüsepaprika (Türkei)
Cypermethrin, Summe Teltower Rübchen (Türkei)
Dichlorvos Gurke (Polen)
Diflubenzuron Okraschote (Jordanien)
Dimethoat Erbse mit Schote (Guatemala 2x)
Dithiocarbamate Römischer Salat (Italien); Basilikum (Kenia); Rucola (Deutschland)
Ethephon Melone (Türkei); Gemüsepaprika (Türkei)
Fenamiphos, Summe Melone (Türkei)
Flonicamid, Summe Gemüsepaprika (Türkei); Gurke (Deutschland); Kohlrabi (unbekannt)
Fluazifop, Summe Broccoli (Spanien)
Fluazinam Gemüsepaprika (Türkei)
Flupyradifuron Spinat (Spanien)
Fosetyl, Summe Puffbohne mit Schote (Türkei); Bohne grüne (Marokko 2x, Ägypten); Ingwer (China); Spargel (Deutschland 5x)
Fosthiazat Zucchini (Türkei); Melone (Türkei)
Lambda-Cyhalothrin Grünkohl (Deutschland)
Methomyl Melone (Italien)
Nikotin Rucola (Italien, Deutschland); Grünkohl (unbekannt, Deutschland 2x); Spinat (Deutschland 2x)
Omethoat Erbse mit Schote (Guatemala)
Penconazol Bohne grüne (Marokko)
Pyridalyl Lauchzwiebel (Ägypten)
Spirodiclofen Petersilienblätter (Deutschland)
Tebufenpyrad Gemüsepaprika (Türkei)
Thiamethoxam Ingwer (unbekannt)

 

Anlage 2: Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe* für Gemüse und aufgeschlüsselt nach Gemüseart in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021), im Vergleich 2020

Anlage 2a: Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Gemüse in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021).

 

Anlage 2b: Balkendiagramm Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Blattgemüse in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021).

 

Anlage 2c: Balkendiagramm Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Fruchtgemüse in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021).

 

Anlage 2d: Balkendiagramm Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Sprossgemüse in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021).

 

Anlage 2e: Balkendiagramm Nachweishäufigkeit der wichtigsten Wirkstoffe für Wurzelgemüse in Prozent der untersuchten Proben (CVUAS 2021).

* Entsprechend den gültigen Rückstandsdefinitionen, siehe Anlage 4
A = Akarizid; B = Bakterizid; F = Fungizid; H = Herbizid; I = Insektizid; M = Metabolit; W = Wachstumsregulator

 

Anlage 3: Häufigkeit der Rückstandsbefunde von Pflanzenschutzmittelwirkstoffen entsprechend den rechtlichen Rückstandsdefinitionen in Frischgemüse aus konventionellem Anbau (CVUAS 2021)
Pestizide und Metabolite
Anzahl positiver Befunde
mg/kg
Proben > HM
< 0,01
< 0,05
< 0,2
< 1
< 5
< 20
> 20
Max.
Azoxystrobin
293
177
67
25
19
5
0
0
2,7
 
Boscalid
252
163
53
29
3
4
0
0
3,2
 
Fluopyram
242
152
74
16
0
0
0
0
0,17
 
Chlorat
216
90
108
15
2
1
0
0
1,9
Gurke (Spanien); Römischer Salat (Spanien)
Difenoconazol
167
83
52
22
3
7
0
0
5,6
 
Acetamiprid
158
81
39
33
3
2
0
0
1,4
Gemüsepaprika (Türkei 2x); Chinakohl (Polen); Grünkohl (Deutschland)
Spirotetramat, Summe
155
47
69
30
9
0
0
0
0,7
 
Dimethomorph
134
63
42
19
8
2
0
0
2,2
 
Fosetyl, Summe
133
0
0
9
40
64
11
9
76,6
Puffbohne mit Schote (Türkei); Bohne grüne (Marokko 2x, Ägypten); Ingwer (China); Spargel (Deutschland 5x)
Pendimethalin
131
105
24
2
0
0
0
0
0,13
 
Fludioxonil
122
89
20
8
1
3
1
0
12,2
 
Lambda-Cyhalothrin
110
71
27
7
5
0
0
0
0,38
Grünkohl (Deutschland)
Acetamiprid Met. IM-2-1
105
68
30
6
1
0
0
0
0,24
 
Pyraclostrobin
104
62
30
7
5
0
0
0
0,96
 
Cyprodinil
91
53
28
7
3
0
0
0
0,76
 
Metalaxyl (-M)
85
60
18
2
5
0
0
0
0,58
 
Chloranthraniliprol
84
51
25
6
1
1
0
0
2,4
 
Mandipropamid
71
35
14
4
6
12
0
0
9,5
 
Propamocarb
69
14
22
15
16
2
0
0
9,5
 
Flonicamid, Summe
61
6
24
24
6
1
0
0
2
Gemüsepaprika (Türkei); Gurke (Deutschland); Kohlrabi (unbekannt)
Imidacloprid
60
44
12
4
0
0
0
0
0,14
 
Dithiocarbamate
55
0
0
25
21
8
1
0
12,8
Römischer Salat (Italien); Basilikum (Kenia); Rucola (Deutschland)
Spinosad
53
30
9
8
4
2
0
0
4
 
Trifloxystrobin
51
36
13
1
1
0
0
0
0,45
 
Propamocarb-N-oxid
49
11
25
11
2
0
0
0
0,46
 
Flupyradifuron
47
19
21
7
0
0
0
0
0,14
Spinat (Spanien)
Metalaxyl Met.CGA 94689
46
37
7
2
0
0
0
0
0,081
 
Deltamethrin
42
29
7
4
2
0
0
0
0,59
Grünkohl (Deutschland)
Fluxapyroxad
41
30
10
1
0
0
0
0
0,11
 
Tebuconazol
41
23
12
5
1
0
0
0
0,37
 
Difenoconazol Alkohol
33
13
16
3
1
0
0
0
0,31
 
Flutriafol
33
22
7
4
0
0
0
0
0,18
 
Metributin-desamino-diketo
32
25
7
0
0
0
0
0
0,047
 
Propamocarb-N-desmethyl
32
17
14
0
1
0
0
0
0,4
 
1-NAD and 1-NAA, Summe
31
25
6
0
0
0
0
0
0,035
 
Bifenazat, Summe
31
14
9
8
0
0
0
0
0,2
 
Metrafenon
30
21
6
2
1
0
0
0
0,67
Rotkohl (Deutschland)
Bromid*
29
0
0
0
0
7
15
7
54,3
 
Cyflufenamid
29
25
4
0
0
0
0
0
0,042
 
Propyzamid
29
27
2
0
0
0
0
0
0,012
 
Pyrimethanil
28
18
6
1
3
0
0
0
0,6
 
Abamectin, Summe
26
20
6
0
0
0
0
0
0,031
 
Pirimicarb
26
17
6
3
0
0
0
0
0,14
 
Chlorpyrifos-methyl Met. 2,3,5-Trichloro-6-methoxypyridine
24
23
1
0
0
0
0
0
0,043
 
Fluopyram-Benzamid
24
20
4
0
0
0
0
0
0,045
 
Fluopicolid
23
15
7
1
0
0
0
0
0,099
 
Hexythiazox
23
9
13
1
0
0
0
0
0,072
 
Indoxacarb
23
14
5
4
0
0
0
0
0,15
 
eBIC
22
13
6
1
2
0
0
0
0,85
 
Spiromesifen
22
13
7
2
0
0
0
0
0,12
 
Chlorpyrifos-methyl
21
11
6
3
1
0
0
0
0,34
Gemüsepaprika (Türkei 10x)
Pyriproxyfen
21
11
8
2
0
0
0
0
0,077
 
Ametoctradin
19
0
7
9
2
1
0
0
1
 
Nikotin
19
0
17
2
0
0
0
0
0,086
Rucola (Italien, Deutschland); Grünkohl (unbekannt, Deutschland 2x); Spinat (Deutschland 2x)
Prothioconazol-desthio
19
18
1
0
0
0
0
0
0,016
 
Cyazofamid
18
6
10
2
0
0
0
0
0,14
 
Myclobutanil
18
13
4
1
0
0
0
0
0,11
 
Pirimicarb, Desmethyl-
17
10
6
1
0
0
0
0
0,069
 
Prosulfocarb
17
13
3
0
1
0
0
0
0,42
 
Thiamethoxam
17
15
0
1
1
0
0
0
0,98
Ingwer (unbekannt)
Pyridaben
16
8
4
4
0
0
0
0
0,15
 
Thiacloprid
16
10
4
1
0
1
0
0
2,2
 
Fluazifop
15
10
5
0
0
0
0
0
0,041
 
Tetraconazol
15
14
1
0
0
0
0
0
0,013
 
Dimethoat O-Desmethyl
13
4
6
2
1
0
0
0
0,58
 
Fenhexamid
13
4
2
3
1
3
0
0
6,4
 
Aclonifen
12
7
3
2
0
0
0
0
0,16
 
Cycloxydim-sulfoxid
12
3
7
2
0
0
0
0
0,07
 
Sulfoxaflor
12
6
5
1
0
0
0
0
0,077
 
Cypermethrin, Summe
11
3
4
4
0
0
0
0
0,1
Teltower Rübchen (Türkei)
Emamectin B1a/B1b
10
8
2
0
0
0
0
0
0,022
 
Epoxiconazol
10
10
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Isopyrazam
10
8
2
0
0
0
0
0
0,046
 
Metazachlor, Summe
10
0
9
1
0
0
0
0
0,053
 
Penconazol
10
8
2
0
0
0
0
0
0,044
Bohne grüne (Marokko)
Cyantraniliprol
9
5
3
1
0
0
0
0
0,057
 
Methoxyfenozide
9
6
3
0
0
0
0
0
0,023
 
Chloridazon, Summe
8
2
6
0
0
0
0
0
0,039
 
Chlorpyrifos
8
7
1
0
0
0
0
0
0,013
Kohlrübe (unbekannt)
DDT, Summe
8
6
2
0
0
0
0
0
0,015
 
Imazalil
8
3
1
2
2
0
0
0
0,91
 
Metobromuron
8
8
0
0
0
0
0
0
0,009
 
Penthiopyrad
8
5
1
2
0
0
0
0
0,056
 
Triadimenol
8
4
3
1
0
0
0
0
0,1
 
4-Chlorbenzoesäure
7
7
0
0
0
0
0
0
0,005
 
BAC (n = 8, 10, 12, 14, 16, 18)
7
0
6
0
1
0
0
0
0,43
Schnittlauch (Kenia)
Chlorthalonil
7
3
1
2
1
0
0
0
0,26
 
Etoxazol
7
6
1
0
0
0
0
0
0,023
 
ETU
7
0
3
3
1
0
0
0
0,39
 
Fenpyrazamin
7
4
2
1
0
0
0
0
0,085
 
Imidacloprid, Olefin-
7
7
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Pyridalyl
7
1
3
2
1
0
0
0
0,44
Lauchzwiebel (Ägypten)
Spinetoram
7
5
2
0
0
0
0
0
0,018
 
Thiabendazol
7
6
1
0
0
0
0
0
0,016
 
Carbendazim, Summe
6
5
1
0
0
0
0
0
0,023
 
Clothianidin
6
3
2
0
1
0
0
0
0,46
Ingwer (unbekannt)
Quintozen, Summe
6
5
1
0
0
0
0
0
0,012
 
4-CPA
5
1
3
1
0
0
0
0
0,081
Zucchini (Türkei 2x); Aubergine (Italien); Melone (Türkei)
Clomazone
5
5
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Cyromazin
5
1
4
0
0
0
0
0
0,029
 
Dieldrin, Summe
5
5
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Famoxadone
5
1
4
0
0
0
0
0
0,043
 
Fosthiazat
5
3
0
2
0
0
0
0
0,12
Zucchini (Türkei); Melone (Türkei)
Imazalil Met. FK411
5
2
2
1
0
0
0
0
0,053
 
Metalaxyl Met. CGA67869
5
5
0
0
0
0
0
0
0,008
 
Tau-Fluvalinat
5
2
2
1
0
0
0
0
0,16
 
Terbutylazin-desethyl
5
5
0
0
0
0
0
0
0,005
 
2,4-D
4
4
0
0
0
0
0
0
0,008
 
4-Bromphenyl-Harnstoff
4
3
1
0
0
0
0
0
0,012
 
Bupirimat
4
3
1
0
0
0
0
0
0,038
 
Clethodim, Summe
4
2
2
0
0
0
0
0
0,029
 
Dimethoat
4
2
2
0
0
0
0
0
0,023
Erbse mit Schote (Guatemala 2x)
Fluazifop, Summe
4
0
2
2
0
0
0
0
0,09
Broccoli (Spanien)
Gibberelinsäure
4
0
3
1
0
0
0
0
0,15
 
Linuron
4
3
0
1
0
0
0
0
0,061
 
Maleinsäurehydrazid
4
0
1
0
1
2
0
0
2,2
 
Napropamid
4
4
0
0
0
0
0
0
0,008
 
Pyrethrum
4
1
3
0
0
0
0
0
0,038
 
Spiroxamin
4
4
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Triflumizol, Summe
4
3
1
0
0
0
0
0
0,042
 
Buprofezin
3
2
1
0
0
0
0
0
0,01
 
Captan Summe
3
0
0
2
1
0
0
0
0,24
Puffbohne mit Schote (Türkei); Melone (Türkei); Kohlrübe (Türkei)
DDAC (n = 8, 10, 12)
3
0
3
0
0
0
0
0
0,028
 
DEET
3
3
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Ethephon
3
0
0
0
2
1
0
0
5,6
Melone (Türkei); Gemüsepaprika (Türkei)
Ethephon Metabolit HEPA
3
0
2
0
0
1
0
0
2,2
 
Ethofumesat
3
2
1
0
0
0
0
0
0,025
 
Fenamiphos, Summe
3
2
1
0
0
0
0
0
0,028
Melone (Türkei)
Flufenacet
3
3
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Haloxyfop
3
3
0
0
0
0
0
0
0,005
 
Iprodion
3
3
0
0
0
0
0
0
0,009
 
Kresoxim-methyl
3
2
1
0
0
0
0
0
0,014
 
MCPA
3
3
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Mepanipyrim
3
3
0
0
0
0
0
0
0,008
 
Metamitron
3
3
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Nereistoxin
3
0
2
1
0
0
0
0
0,053
 
Oxadiazon
3
0
3
0
0
0
0
0
0,031
 
Oxamyl-Oxime
3
0
3
0
0
0
0
0
0,024
 
Pirimicarb-desmethyl-formamido-
3
2
0
1
0
0
0
0
0,072
 
Prochloraz, Summe
3
3
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Quizalofop
3
2
1
0
0
0
0
0
0,019
 
Tebufenpyrad
3
2
0
1
0
0
0
0
0,065
Gemüsepaprika (Türkei)
Terbuthylazin
3
3
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Acrinathrin
2
1
1
0
0
0
0
0
0,014
 
Bifenthrin
2
2
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Chlormequat
2
0
1
0
1
0
0
0
0,64
Gemüsepaprika (Spanien); Gurke (Türkei)
Chlorpyrifos-methyl desmethyl
2
2
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Chlorthalonil-4-hydroxy
2
2
0
0
0
0
0
0
0,005
 
Clethodim-sulfon
2
0
2
0
0
0
0
0
0,02
 
Clethodim-sulfoxid
2
1
1
0
0
0
0
0
0,014
 
Cyazofamid Met. CCIM
2
2
0
0
0
0
0
0
0,005
 
Cyprodinil Met. CGA304075
2
2
0
0
0
0
0
0
0,008
 
Endosulfan, Summe
2
2
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Flubendiamid
2
1
1
0
0
0
0
0
0,013
 
Flusilazol
2
2
0
0
0
0
0
0
0,009
 
Formetanat, Summe
2
2
0
0
0
0
0
0
0,009
 
Lambda-Cyhalothrinsäure
2
0
2
0
0
0
0
0
0,035
 
Methomyl
2
1
1
0
0
0
0
0
0,034
Melone (Italien)
Metribuzin-desamino
2
2
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Myclobutanil Met. RH9090
2
0
2
0
0
0
0
0
0,012
 
Omethoat
2
1
1
0
0
0
0
0
0,014
Erbse mit Schote (Guatemala)
Phenmedipham
2
2
0
0
0
0
0
0
0,005
 
Profenofos
2
2
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Prometryn
2
2
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Tefluthrin
2
1
1
0
0
0
0
0
0,016
 
Triallat
2
2
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Trifloxystrobin Met. CGA 321113
2
0
2
0
0
0
0
0
0,014
 
Trimethylsulfonium-Kation
2
0
2
0
0
0
0
0
0,021
 
Zoxamid
2
1
0
0
0
1
0
0
9,6
 
2-Keto-Ethofumesate
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Acequinocyl
1
0
1
0
0
0
0
0
0,021
 
Azadirachtin A
1
1
0
0
0
0
0
0
0,009
 
Boscalid Met. M510F01
1
0
1
0
0
0
0
0
0,011
 
Boscalid-hydroxy
1
1
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Brompropylat
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Carbendazim Met.2-Aminobenzimidazol
1
0
1
0
0
0
0
0
0,012
 
Thiamethoxam Met. CGA 353968
1
0
1
0
0
0
0
0
0,049
 
Thiamethoxam Met. CGA 355190
1
0
1
0
0
0
0
0
0,037
 
Chlorfenapyr
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Clofentezin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Cyflumetofen
1
0
1
0
0
0
0
0
0,043
Gemüsepaprika (Türkei)
Cyfluthrin
1
0
1
0
0
0
0
0
0,019
 
Cyproconazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Daminozid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Dichlorprop
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Dichlorvos
1
0
0
1
0
0
0
0
0,19
Gurke (Polen)
Diflubenzuron
1
0
1
0
0
0
0
0
0,036
Okraschote (Jordanien)
Emamectin B1a
1
0
1
0
0
0
0
0
0,013
 
Ethirimol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Ethoprophos
1
1
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Etofenprox
1
0
0
1
0
0
0
0
0,079
 
Fenbuconazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Fenpropimorph
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Fenpyroximat
1
1
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Fipronil, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Fluacrypyrim
1
1
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Fluazinam
1
0
1
0
0
0
0
0
0,047
Gemüsepaprika (Türkei)
Flupyrimin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Flurochloridon
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Fluroxypyr
1
1
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Folpet Summe
1
0
1
0
0
0
0
0
0,025
 
Formetanat
1
0
1
0
0
0
0
0
0,031
 
Hexaconazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Hexazinon
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Imidacloprid-5-hydroxy
1
0
1
0
0
0
0
0
0,012
 
Isofetamid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,004
 
Lenacil
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Mepanipyrim Met. M31
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Metaflumizon
1
0
1
0
0
0
0
0
0,011
 
Metamitron-desamino
1
0
1
0
0
0
0
0
0,014
 
Metazachlor
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Metconazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Methylbenzethonium
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Metolachlor, Summe
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
Metribuzin
1
1
0
0
0
0
0
0
0,005
 
Paclobutrazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
PAM
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Phenkapton
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Piperonylbutoxid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,006
 
Procymidon
1
1
0
0
0
0
0
0
0,001
 
Propiconazol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,007
 
Proquinazid
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
Pymetrozin
1
0
0
0
1
0
0
0
0,23
 
Spirodiclofen
1
0
1
0
0
0
0
0
0,037
Petersilienblätter (Deutschland)
Spiromesifen-Enol
1
1
0
0
0
0
0
0
0,008
 
Thiabendazol-5-hydroxy
1
1
0
0
0
0
0
0
0,002
 
TMA-dodecyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,003
 
TMA-tetradecyl
1
1
0
0
0
0
0
0
0,004
 

* Bromid kann auch natürlichen Ursprungs sein, deswegen werden nur Gehalte > 5 mg/kg aufgeführt.

 

Anlage 4: Wirkstoffe und Metaboliten, die in der Rückstandsdefinition enthalten sind und nur als Summe in die Auswertung eingeflossen sind
Parameter In der Rückstandsdefinition enthalten und analytisch erfasst
1-Naphthylessigsäure, Summe 1-Naphthylacetamid
1-Naphthylessigsäure
Aldicarb, Summe Aldicarb
Aldicarb-sulfoxid
Aldicarb-sulfon
Amitraz, Gesamt- Amitraz
BTS 27271
Benzalkoniumchlorid, Summe (BAC) Benzyldimethyloctylammoniumchlorid (BAC-C8)
Benzyldimethyldecylammoniumchlorid (BAC-C10)
Benzyldodecyldimethylammoniumchlorid (BAC-C12)
Benzyldimethyltetradecylammoniumchlorid (BAC-C14)
Benzylhexadecyldimethylammoniumchlorid (BAC-C16)
Benzyldimethylstearylammoniumchlorid (BAC-C18)
Captan, Summe Captan
THPI
Carbofuran, Summe Carbofuran
3-Hydroxy-Carbofuran
Clethodim, Summe Sethoxydim
Clethodim
Chloridazon, Summe Chloridazon
Chloridazon-desphenyl
DDT, Summe DDE, pp-
DDT, pp-
DDD, pp-
DDT, op-
Dialkyldimethylammoniumchlorid, Summe (DDAC) Dioctyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C8)
Didecyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C10)
Didodecyldimethylammoniumchlorid (DDAC-C12)
Dieldrin, Summe Dieldrin
Aldrin
Disulfoton, Summe Disulfoton
Disulfoton-sulfoxid
Disulfoton-sulfon
Endosulfan, Summe Endosulfan, alpha-
Endosulfan, beta-
Endosulfan-sulfat
Fenamiphos, Summe Fenamiphos
Fenamiphos-sulfoxid
Fenamiphos-sulfon
Fenthion, Summe Fenthion
Fenthion-sulfoxid
Fenthion-sulfon
Fenthion-oxon
Fenthion-oxon-sulfoxid
Fenthion-oxon-sulfon
Fipronil, Summe Fipronil
Fipronil-sulfon (MB46136)
Flonicamid, Summe Flonicamid
TFNG
TFNA
Folpet, Summe Folpet
Phthalimid
Fosetyl, Summe Fosetyl
Phosphonsäure
Glufosinat, Summe Glufosinat
MPP
N-Acetyl-Glufosinat (NAG)
Malathion, Summe Malathion
Malaoxon
Metazachlor, Summe 479M04
479M08
479M16
Methiocarb, Summe Methiocarb
Methiocarb-sulfoxid
Methiocarb-sulfon
Milbemectin Milbemycin A3
Milbemycin A4
Oxydemeton-methyl, Summe Oxydemeton-methyl
Demeton-S-methyl-sulfon
Parathion-methyl ,Summe Parathion-methyl
Paraoxon-methyl
Phorat, Summe Phorat
Phorat-sulfon
Phorat-oxon
Phorat-oxon-sulfon
Phosmet, Summe Phosmet
Phosmet-oxon
Prochloraz, Gesamt Prochloraz
2,4,6-Trichlorphenol*
BTS 44595
BTS 44596
BTS 9608
BTS 40348*
* ab September 2020 nicht mehr Teil der Summe
Pyrethrine, Summe Pyrethrin I
Pyrethrin II
Jasmolin I
Jasmolin II
Cinerin I
Cinerin II
Pyridat, Summe Pyridat
Pyridafol (CL 9673)
Quintozen, Summe Quintozen
Pentachloranilin
Spinosad, Summe Spinosyn A
Spinosyn D
Spirotetramat, Summe Spirotetramat
Spirotetramat-Enol
Spirotetramat, Ketohydroxy
Spirotetramat, Monohydroxy
Spirotetramat-Enol-Glykosid
Tolylfluanid, Summe Tolylfluanid
DMST
Triflumizol Triflumizol
FM-6-1

 

Artikel erstmals erschienen am 29.03.2022