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Unsere Geschichte

Folgen Sie uns auf einer kleinen Zeitreise von den Anfängen unseres Hauses bis in die Gegenwart.

1800–1899

Nach 1806 (Gründung des Großherzogtums Baden und des Königreichs Württemberg) wurde das Medizinalwesen zentral organisiert.

In beiden Staaten entstanden Medizinalkollegien (z. B. das Königliche Medizinalkollegium), die neben ärztlichen, tierärztlichen und apothekerlichen Angelegenheiten auch die Lebensmittelkontrolle beaufsichtigten.


1850

Das Württembergische Landesgewerbeamt richtet eine chemische Untersuchungsstelle ein, mit dem Ziel „den Gewerbe- und Handeltreibenden Gelegenheit zu geben, Rohstoffe, Fabrikationsmittel und Fabrikate einer zuverlässigen Untersuchung auf deren Zusammensetzung, Güte und Wert unterziehen zu lassen.“ Erster Leiter wird Hermann Fehling, ein bekannter Schüler von Justus von Liebig. Zugleich ist Fehling als Professor an der Technischen Hochschule Stuttgart tätig.


1871 Gründung des deutschen Staates


1877

Ab 1877 wurden auf Anweisung des badischen Innenministeriums beamtete Chemiker eingesetzt, um die Lebensmittel zu untersuchen, was zur Gründung der ersten Chemischen Untersuchungsämter führte.


1879

Das Erstes Deutsches Nahrungsmittelgesetz vom 14. Mai 1879, löste die vorherigen, uneinheitlichen Gesetze ab und schuf eine Grundlage für die systematische Überwachung. Parallel dazu wurden in den damaligen Ländern Baden und Württemberg behördliche Strukturen aufgebaut.

Entstehung der Lebensmittelchemie als Studium und als Beruf.


1880

Erstes Deutsches Viehseuchengesetz vom 23. Juni 1880.


1883

Gründung eines bakteriologischen Laboratoriums im Königlichen Medizinalkollegium, 1884 erstmals Besetzung mit einem Tierarzt.


1896

Zusammenlegung des Medizinalkollegiums und des bakteriologischen Laboratoriums im Gebäude Alter Schlossplatz 1 in Stuttgart (Marstall - "Neuer Bau"; heute: Markthalle).


1898

Gründung einer chemischen Abteilung im Königlichen Medizinalkollegium durch den Erlass des Königlichen Ministeriums des Inneren. Die Aufgaben waren chemische Untersuchungen sowie Begutachtung der Proben, Nahrungsmittelkontrolle und Trinkwasseruntersuchungen.

Benennung dieses Gesamt-Instituts für chemische und bakteriologische Analysen in "Hygienisches Laboratorium des Königlichen Medizinalkollegiums".

Dies kann als Geburtsstunde der drei folgenden Stuttgarter Untersuchungseinrichtungen angesehen werden:


1900–1933

1908

Neubau der Gebäude Azenbergstraße 14 und 14a in Stuttgart auf dem Gelände des ehemaligen Nill'schen Tiergartens.


1909

Neufassung des Viehseuchengesetzes vom 26. Juni 1909.


1911

Inbetriebnahme der Gebäude Azenbergstraße durch die ganze Behörde des Königlichen Medizinalkollegiums. Unterbringung des Kollegiums im Vorgebäude und des Hygienischen Laboratoriums im Hintergebäude.


1919

Das Gesundheitswesen und die Veterinärverwaltung werden im Ministerium des Inneren neu organisiert. Es werden drei eigenständige Untersuchungseinrichtungen gebildet: das Chemische Landesuntersuchungsamt (CLUA), das Medizinische Landesuntersuchungsamt (MLUA) und das Tierärztliche Landesuntersuchungsamt (TLUA). Auflösung des Medizinalkollegiums.


1927

Veröffentlichung des Zweiten Lebensmittelgesetz am 5. Juli 1927.


1932

Zusammenlegung des Chemischen Landesuntersuchungsamtes mit der Chemischen Anstalt des Landesgewerbeamtes und Umzug ins Landesgewerbeamt in die Willi-Bleicher-Straße 19, Stuttgart.


1933–1960

Unter dem NS-Regime (1933–45) wurde die Kontrolle zentralisiert und dem Reichsgesundheitsamt unterstellt.

Kriegsverluste durch Fliegerbomben.

Umfangreiche Zerstörungen hauptsächlich des Labortraktes in der Azenbergstraße.


1946

Leiter der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart wird nach dem Krieg Prof. Dr. Karl Gustav Bergner, der von der amerikanischen Besatzungsmacht eingesetzt wurde und der den Wiederaufbau der Lebensmitteluntersuchung in wichtigen Themen energisch vorantreibt.

Leiter des Veterinärwesens war zunächst, ebenfalls unter amerikanischer Aufsicht, Dr. Fritz Haag. In den Jahren 1947 bis 1950 übernahm Prof. H. Zeller die Leitung und er holte 1950 Prof. Karl Friedrich Beller von der Universität Gießen nach Stuttgart.

Wiederaufbau der alten Laborgebäude in der Azenbergstraße in den Jahren 1947–51.

Aufbau der Virologie.


1952

Nach der Gründung des Südweststaats Baden-Württemberg im Jahr 1952 wurden die Strukturen der Lebensmittelüberwachung weiter gefestigt.


1954

Prof. Beller folgt einem Ruf an die Landwirtschaftliche Hochschule Hohenheim, Dr. Otto Scheu wird sein Nachfolger am TLUA.


1957

Umbenennung des TLUA in Staatliches Tierärztlichen Untersuchungsamt Stuttgart (STUA).


1960–1989

1965

Prof. Karl Gustav Bergner übernimmt den Lehrstuhl für Lebensmittelchemie am damals neu gegründeten Institut für Lebensmittelchemie der Universität Stuttgart. Er bleibt kommissarischer Leiter, wobei sein kommissarischer Vertreter Dr. Jägerhuber die laufenden Geschäfte vor Ort erledigt. Sein Nachfolger als Leiter der CLUA Stuttgart wird ab 1967 Dr. Heinz Sperlich.


1970

Erneute Trennung von Überwachungsaufgaben:

Die Chemische Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart und das Landesgewerbeamt, Chemisch-Technisches Prüfamt, existieren nun getrennt voneinander.


1975

Umzug der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart in das Behördenzentrum am Berliner Platz.
Dr. Paul Haug übernimmt die Leitung des STUA.


1976

Top-Thema:


1978

Umzug des Medizinischen Landesuntersuchungsamtes aus dem Gebäude in der Azenbergstraße 16 in die Wiederholdstr. 15 in Stuttgart.


Top-Thema:


1980

Dr. Hellmut Woernle wird neuer Leiter des STUA.


Top-Themen:


1982–1990

Umbau des Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamtes.

Gesamtrenovierung der Azenbergstraße 16.


1984

Top-Themen:


1985

Top-Themen:


1986/87

Top-Themen:


1988

Der neue Leiter des STUA wird Dr. Helmut Renz.


Top-Thema:


1990–2000

1992

Dr. Ulrich Rüdt wird Amtsleiter der CLUA und folgt Hans Miethke nach.


September 1993

Umzug der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart in das Dienstgebäude in der Schaflandstraße in Fellbach. Neue Bezeichnung: Chemische Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart, Sitz Fellbach.


1994

Top-Themen:


Januar 1997

Zusammenschluss der Chemischen Landesuntersuchungsanstalt Stuttgart, Sitz Fellbach, mit dem Staatlichen Tierärztlichen Untersuchungsamt Stuttgart und Bildung des Chemischen und Veterinäruntersuchungsamtes Stuttgart, Sitz Fellbach, (CVUA) mit zwei getrennten Dienstgebäuden.


1998

Die "Staatliche Anerkennungsstelle der Lebensmittelüberwachung" (SAL) akkreditiert die Chemische Landesuntersuchungsanstalt nach EN ISO/IEC 17025.


1999

Top-Thema:


2000–heute

2000

Zentralisierung in der Lebensmittelüberwachung und Frau Maria Roth wird Dienstellenleiterin des interdisziplinären Untersuchungsamtes. Frau Dr. Susanne Hartmann wird Stellvertreterin und dann nach kurzer Zeit Dienstellenleiterin beim CVUA Karlsruhe.

Aufwändige Rückstandsanalytik wird an einzelnen Standorten zentralisiert. Das CVUA Stuttgart wird Zentrallabor für mikrobiologische Untersuchung von Erkrankungsproben und für Pestizide in pflanzlichen Proben. Dafür werden pharmakologisch wirksame Substanzen in Karlsruhe zentral bearbeitet und das CVUA Freiburg übernimmt Pestizide in Lebensmitteln tierischen Ursprungs.

Gleichzeitig wird im Januar 2000 auch die Lebensmittelabteilung des Chemischen Instituts im Amt für Umweltschutz der Landeshauptstadt Stuttgart zum CVUA verlegt (Beschluss des Stuttgarter Gemeinderates im Frühjahr 1999) und auch einige Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen des Landesgesundheitsamtes (mikrobiologische Trinkwasseruntersuchung) wechseln zum CVUA.

Akkreditierung des diagnostischen Bereiches durch die SAL.

November 2000: Fertigstellung des Erweiterungsbaus des CVUA neben dem bestehenden Gebäudekomplex an der Gemarkungsgrenze zwischen Fellbach und dem Ortsteil Schmiden und Bezug durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der ehemaligen Außenstelle in der Azenbergstraße in Stuttgart.


Top-Thema:


2001

Dezember: die erste Webseite des CVUA Stuttgart geht online; parallel dazu starten auch die anderen CVUAs in Karlsruhe, Freiburg und Sigmaringen sowie das STUA Aulendorf mit ihren Internetauftritten.


2001/2002

Top-Themen:


2002

Baden-Württemberg etabliert ein Ökomonitoring-Programm.


Top-Themen:


2003

CVUA Stuttgart wird Zentrallabor für Prion-Protein-Genotypisierung.


Top-Thema:


2005

Mit der Übergabe der Aufgaben vom Wirtschaftskontrolldienst auf die Untere Lebensmittelüberwachungsbehörden im Zuge der Verwaltungsreform in Baden-Württemberg wurde eine risikoorientierte Probenplanung für Baden-Württemberg erarbeitet und veröffentlicht (DLR 9/2005).

Weitere Zentralisierungen erfolgen, Honig, Bier und kosmetische Mittel gehen an andere CVUAs.

Das erste Transmissionselektronenmikroskop (TEM) an einem Chemischen und Veterinäruntersuchungsamt in Baden-Württemberg wird im CVUA Stuttgart installiert.


Top-Themen:


2006

Juli 2006: das CVUA Stuttgart wird Standort des Europäischen Referenzlabors für Pestizide, die Einzelbestimmungsverfahren erfordern (EURL-SRM).


Top-Themen:


2007

Top-Themen:


2009

Einführung eines einheitlichen Laborinformations- und Managementsystem für die Untersuchungsämter in Baden-Württemberg (LIMS).

Für seine bahnbrechende neue Methode QuEChERS (quick, easy, cheap, effective, rugged and safe) zur Bestimmung von Pflanzenschutzmittelrückständen erhielt Dr. Michelangelo Anastassiades den renommierten DIN-Preis 2009 „Nutzen der Normung“.

Wir integrieren – wir gewinnen: mit diesem Motto wurde der chemische Bereich umorganisiert, um mit größeren Teams den Anforderungen der Zeit besser gerecht zu werden.

Das CVUA Stuttgart richtet das Labormeeting des Arbeitskreises Elektronenmikroskopische Erregerdiagnostik (AK-EMED) der Deutschen Gesellschaft für Elektronenmikroskopie e. V. (DGE) aus.


2011

Top-Themen:


2012

Top-Thema:


2013

Reakkreditierung durch die Deutsche Akkreditierungsstelle DAkkS.

Weitere Zentralisierung und Schwerpunktbildung zwischen den Ämtern in Baden-Württemberg ("Projekt ZUG – Zusammen Umgestalten und Gewinnen"); das CVUA Stuttgart gibt den Bereich Mykotoxine ab und erhält im Gegenzug Textilien als neues Aufgabengebiet. Weitere Zentralisierungen erfolgen, Honig, Bier und kosmetische Mittel gehen an andere CVUAs.


2014

Top-Thema:


2015

Leitfaden "Management lebensmittelassoziierter Infektionen in Baden-Württemberg" wird vom CVUA Stuttgart und Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg veröffentlicht.


Top-Thema:


2016

Fit für den Seuchenfall: die gesamte molekularbiologische Diagnostik wurde zusammengefasst, automatisiert und an das Labordatensystem angebunden.

Erhalt und Ausbau des Radiochemischen Labors für den Nuklearen Notfallschutz nach dem Reaktorunglück in Fukushima.


Top-Thema:


2017

Tierseuchenübung: innerhalb von zwei Tagen wurden mehr als 1.000 Proben serologisch und molekularbiologisch auf klassische und afrikanische Schweinepest untersucht.

Erarbeitung und Verabschiedung „unserer Werte“ als Spielregeln der Zusammenarbeit mit allen Mitarbeitenden.

Das CVUA Stuttgart wird von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft zum Konsiliarlabor für das Porcine reproductive and respiratory syndrome virus (PRRS-Virus) vom 01.07.2017 bis zum 01.07.2022 ernannt.


2018

Dr. Volker Renz wird Dienstellenleiter des CVUA Stuttgart.

Juli 2018: Das CVUA Stuttgart wird von der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft (DVG) zum Konsiliarlabor für Corynebacterium pseudotuberculosis ernannt.

Umbau des S3**-Laborbereichs in der Lebensmittelmikrobiologie.


Top-Thema:


2020/21

Coronalockdown

Das CVUA Stuttgart stellt ad-hoc Untersuchungskapazitäten für 200 Tests auf Covid 19 pro Tag zur Verfügung.

Im Zentrallabor für lebensmittelbedingte Erkrankungen wird die Ganzgenomsequenzierung (WGS) etabliert.


Top-Thema:


2022

Projekt "Quo vadis Diagnostik", Umstrukturierung unserer Diagnostischen Abteilung hin zu größeren Einheiten.


2023

CVUA Stuttgart ist jetzt bei Instagram.


Top-Themen:


2024/25

Das CVUA Stuttgart beginnt mit den Podcasts, Intro am 26.11.24, erster Beitrag „Von Schokolade bis Space-Gummis“ am 27.11.24.

Social-Media-Aktivitäten starten – Instagram, LinkedIn.


Top-Thema:


2025

Pensionierung von Dr. Volker Renz (Amtsleiter), Nadja Bauer wird seine Nachfolgerin.

Internationales BTSF-Training am CVUA Stuttgart.


Top-Themen:


2026

Das Europäische Referenzlabor für Pestizide, die Einzelbestimmungsverfahren benötigen besteht seit 20 Jahren am CVUA Stuttgart.


Top-Themen:

 

Veröffentlicht am: 02.03.2005